Parks wie Perlen an einer Schnur

Auf den Bänken im Schatten der Bäume des Lutherparks lässt es sich gut entspannen.
Auf den Bänken im Schatten der Bäume des Lutherparks lässt es sich gut entspannen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Neue Serie über die Grünanlagen im Duisburger Westen. Zum Auftakt lädt ein Spaziergang entlang der Friedhofsallee in Homberg ein. Das Wegenetz ist fünf Kilometer lang

Duisburg-Homberg..  „Es grünt so grün .... im Duisburger Westen“ In Anlehnung an dem wohl bekanntesten Lied aus dem Musical „My fair Lady“ lädt eine neue Serie dieser Zeitung zu einem Spaziergang durch die bekannten und weniger bekannten Grünanlagen in Rheinhausen, Homberg und Baerl ein. Ob nun am Wochenende oder während der Urlaubstage, allzu weit muss eigentlich niemand fahren, um einige Zeit im Grünen zu verbringen, um auf Wegen zu bummeln, eine Rast auf einer Bank einzulegen und beim Blick auf die Pflanzenwelt die Seele baumeln zu lassen.

Den Auftakt machen die Grünanlagen entlang der Friedhofsallee in Homberg. Wie auf einer Perlenschnur reihen sie sich aneinander und bilden einen durchgehenden Grünzug von der Straße „Schwarzer Weg“ im Westen bis zum Rheindeich im Osten. Beinahe verwunschen wirkt das Bild, wenn der Spaziergang an der Ecke Hochfeldstraße/Friedhofsallee beginnt. Ein extrem breiter Gehweg führt zwischen der Baumallee am Alten Friedhof entlang. Allein dieser großzügig angelegte Alte Friedhof ist sehenswert, gleicht eher einem Park als denn der letzten Ruhestätte Verstorbener. Gegenüber zwischen Wilhelm- und Schillerstraße lädt der Lutherpark zum Rundgang ein. Weiter geht es entlang der Friedhofsallee und immer blickt der Spaziergänger ins Grüne. Fünf Kilometer lang ist das Wegenetz, an dem weitere Grünanlagen in Homberg angeschlossen sind. Die Gesamtfläche hat eine Größe von 15,8 Hektar. Darüber hinaus lassen der nahegelegene Uettelsheimer See und die Rheinaue bei Spaziergängern und Joggern schnell Lust auf mehr aufkommen.

Der Ausbau dieses ausgedehnten Grünsystems begann im Jahre 1959, als auf einem Teil der Anlage die Landesgartenschau stattfand. Die damalige Stadt Homberg bot dafür das Gelände des Alten Friedhofs an, der vorher eingeebnet worden war und zu einem Stadtpark umgestaltet werden sollte. Insgesamt erstreckte sich die 4,5 Hektar große Ausstellungsfläche von der Hochfeldstraße über die Schillerstraße bis zur Duisburger Straße. Die Stadt Homberg übernahm nach den Vereinbarungen mit den Trägern der Veranstaltung die Herrichtung des Geländes und die Neugestaltung des Wegesystems.

In den folgenden Jahren wurde diese grüne Keimzelle stetig erweitert und umgestaltet. Im Einzelnen gehören dazu die Parkanlagen „Am Alten Ufer“, der Alte Friedhof, der Schützen-, Luther- und Honnenpark sowie der Ulmenhof, der Spiel- und Sportpark „Halener Straße“, die Fußgängerpromenade an der Husemannstraße, die Grünfläche „Schwarzer Weg“ und der Hubertusplatz. Der gesamte Komplex ist durch ein weitläufiges Wegesystem erschlossen, das auch an die übrigen Grünanlagen in Homberg angebunden ist. Heute bieten die Grünanlagen vielfältige Möglichkeiten zum Spazieren, für Sport und Spiel - oder einfach als attraktiver Weg quer durch Homberg.

In den folgenden Jahrzehnten wurden die Grünanlagen fortlaufend erweitert und umgestaltet. Umfangreichere Arbeiten fanden Anfang der 1970er Jahre auf den Flächen des ehemaligen Ulmenhofes und 1979 im Bereich „Am Alten Ufer“ statt. Die Baumaßnahmen betrafen hauptsächlich das Wegenetz, die Bepflanzungen und die Ausstattung der Spielplätze.