Paar atmet wieder durch

Das Osterfest konnte das polnische Ehepaar Niegowski in seiner Wohnung in der Eisenbahnsiedlung feiern. Sogar ihre Tochter aus Polen kam zu Besuch. Damit hatte das Paar selbst bis vor zwei Wochen nicht gerechnet. Denn wie berichtet waren die Wände von drei Räumen ihrer 60-Quadratmeter-Wohnung durchgeschimmelt und mussten saniert werden. Die Redaktion machte sich bei einem Ortstermin ein Bild von der Lage in der Wohnung und veröffentlichte vor Ostern darüber einen Artikel. Darauf schaltete sich der Vermieter Deutsche Annington ein, der das Mehrfamilienhaus an der Henschelstraße, in der die Niegowskis wohnen, sowie die meisten Häuser in der Siedlung gehört.

Noch vor Ostern stellte die Annington in diesen Räumen einen Bautrockner auf, brachte im Schlaf- und Gästezimmer feuchtigkeitsaufnehmende Kalzium-Silikatplatten an, die mit Raufaser-Tapete tapeziert und gestrichen wurden. Zuvor waren alle betroffenen Wände behandelt und von allen Schimmelspuren befreit, so die Pressestelle der Deutschen Annington. Nach eigener Aussage wollte der Wohnungskonzern mit Sitzen in Bochum und Düsseldorf auch einen unabhängigen Baugutachter in die Wohnung schicken, aber Marian Niegowski verzichtet darauf. Jetzt wird noch eine Duschwanne im Bad ausgetauscht und zwei Rohrbrüche repariert. Ferner, so Nina Henckel, Pressesprecherin der Annington, wurde den Niegowskis nach einem ersten finanziellen Schadenausgleich für verschimmelte Möbel die Neuanschaffung weiterer Möbel erstattet.

Andere Wohnungen angeboten

Wie berichtet zeigte die Deutsche Annington dem Ehepaar Niegowski noch weitere, alternative Wohnungen aus ihrem Bestand. Doch Marian und Jolanta Niegowski wollen jetzt doch lieber in den sanierten Räumen der Erdgeschosswohnung an der Henschelstraße wohnen bleiben. Zumal der Annington-Vertreter in der Eisenbahnsiedlung selbst aus Polen stammt. Vielleicht führt das dazu, dass künftige Konfliktfälle schneller als in 20 Monaten geklärt werden. Die Redaktion schaut sich die sanierten Räume in Kürze an.