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Ohne Lärmschutz kein Ausbau im Gewerbepark Rheinpreussen

22.02.2012 | 19:09 Uhr
Ohne Lärmschutz kein Ausbau im Gewerbepark Rheinpreussen
Rechts im Bild: Der Stadtteil Essenberg am Rhein. Luftbild Hans Blossey

Duisburg-West.   Eisenbahnstraße Homberg: Linksabbiegeverbot an der Bruchstraße oder Spezialfenster für die Anwohner am Denkmalplatz.

Eine unendliche Geschichte geht weiter: In der Sitzung am 23. Februar wird sich die Bezirksvertretung Homberg mal wieder mit den Rahmenbedingungen für den geplanten Ausbau der Eisenbahnstraße im Gewerbepark Rheinpreussen befassen. Diesmal geht es um Lärmschutz für die Anwohner im Bereich Bruchstraße und Denkmalplatz, ohne den der Ausbau nicht weiter gehen kann.

Das Konzept für den Gewerbepark von 1993 enthielt bereits eine Anbindung über die Bruchstraße und die neu zu erstellende Eisenbahnstraße. Die Planung der mit den beteiligten Firmen (Sachtleben, RWE-DEA und TEBA) abgestimmten Trassenführung wurde 2003 beschlossen. Aber: Die Anwohner hatten schon lange auf die Lärmproblematik hingewiesen, die durch die Anbindung des Gewerbeparks noch verschlimmert würde. Mit der Folge, dass eine Lösung dieses Problems rechtsverbindlich in die Bebauungspläne aufgenommen wurde. Ohne Lärmschutz gibt es also keine Anbindung des Gewerbeparks über die Eisenbahnstraße.

Alternativen verworfen

Die Verwaltung schlägt ein Rechtsabbiegegebot an der Einmündung der Eisenbahnstraße in die Bruchstraße vor. Dadurch bliebe die Zufahrt zur Eisenbahnstraße sowohl von der A40-Abfahrt Homberg durch den Bereich Bruchstraße/Denkmalplatz als auch aus Richtung Westen möglich. Die Rückfahrt zur Autobahn würde aber über die westliche Bruchstraße zur Auffahrt Rheinhausen/Moers-Ost gelenkt. Lieferanten für Betriebe an der Eisenbahnstraße hätten Komforteinbußen. Betriebe an der Bruchstraße wären nicht betroffen. Für den Gewerbepark Rheinpreussen ergäben sich Verbesserungen.

Alternative: Für die betroffenen Häuser wird der Einbau von Lärmschutzfenstern, vielleicht auch der Bau von Lärmschutzwänden zwischen den Häusern, finanziert. Über Wirkung und Kosten beider Maßnahmen sollen jetzt Gutachten Klarheit schaffen.

Bereits verworfen sind andere Maßnahmen, etwa eine Ampel am Knotenpunkt Duisburger Straße/Bruchstraße mit wechselseitiger Freigabe der Fahrtrichtungen durch die Bruchstraße. Das liefe dem Ziel der Stadt, Ampeln zurückzubauen, entgegen. Außerdem würde ein liegen gebliebenes Fahrzeug gleich zum Ausfall der gesamten Verbindung mit Auswirkungen bis zur Moerser Straße und Rheinpreußenstraße führen. Auch die Ausschilderung der Bruchstraße als „unechte Einbahnstraße“ östlich der Eisenbahnstraße und die Umgestaltung der bisherigen Einmündung Duisburger Straße / Anschlussstelle A40 zu einer Kreuzung mit einer verlegten Bruchstraße sind vom Tisch.

Die Bezirksvertretung Homberg tagt am 23. Februar ab 16 Uhr öffentlich im Rathaus am Bismarckplatz 1.

Am Körnerplatz tagt zeitgleich und ebenfalls öffentlich die Bezirksvertretung Rheinhausen

Matthias Oelkrug

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