Neuer Pfarrer für Homberger Gemeinden

Pfarrer Thorsten Hendricks bei seiner Einführung in Homberg.
Pfarrer Thorsten Hendricks bei seiner Einführung in Homberg.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Zur Amtseinführung von Thorsten Hendricks als neuem Pfarrer war die Homberger St. Johannes Kirche ungewohnt voll. Der 37-Jährige will mit offener Art überzeugen

Duisburg-Homberg..  Nicht mal die zusätzlichen Stühle hinter den Kirchenbänken haben am Sonntagnachmittag in der katholischen St. Johannes Kirche in Homberg Platz für alle Besucher geboten. Zur Einführung des neuen Pfarrers Thorsten Hendricks war das Gotteshaus so voll wie nur selten. Dicht gedrängt standen die Gläubigen bis zum Ausgang. Eineinhalb Stunden lauschten sie dem Gottesdienst, der von dem 37-Jährigen sozusagen als erste Amtshandlung geführt wurde.

Lieder und Geschenke mitgebracht

Ihm zur Seite stand das Team, mit dem er auch zukünftig zusammenarbeiten wird. Das sind unter anderem Pfarrer Ludger Funke (68 Jahre), Diakon Stefan Ricken (39 Jahre) und Diakon Jochem Kiwitt. Außerdem kam Pfarrer Andreas König aus Rumeln in seiner Funktion als Dechant des Dekanates Duisburg-West.

Von seiner zukünftigen Gemeinde wurde Hendricks freudig aufgenommen. Die Kinder der beiden Kindergärten St. Martin und St. Johannes hatten ihm ein Lied mitgebracht in dem es unter anderem hieß: „Hier bist du richtig“ und „Ohne dich geht es nicht“. Dazu gab es noch ein gebasteltes Willkommensherz und einen Kindergartenschlüssel. Dem standen die Erwachsenen in nichts nach. Einen Birnenbaum gab es vom Pfarreirat der drei Homberger Gemeinden. Er solle im Garten des Priesters wachsen und dort Früchte tragen. Damit Homberg dem gebürtigen Klever recht bald eine Heimat wird. „Es ist heute keine Seltenheit mehr angesichts des Priestermangels länger auf einen neuen Priester warten zu müssen. Von daher sind wir froh, dass Sie so schnell zu uns kommen konnten“, sagte Gabriele Bernd vom Pfarreirat.

Auf Hendricks kommt vor allem der Prozess des Zusammenwachsens der drei Gemeinden zu. Der wurde vor rund vier Jahren angestoßen und soll bewusst langsam geschehen. Das Seelsorgerteam arbeitet bereits seit 2011 eng zusammen. „Ich freue mich auf dieses besondere Team hier“, sagte Thorsten Hendricks. Vor allem zeigte er sich aber überwältigt von dem herzlichem Empfang, dem ihm die Homberger bereitet haben.

Freude auf Zusammenarbeit

„Mir bleibt hier heute nur ganz oft Danke zu sagen.“ Er wolle mit seiner offenen und authentischen Art in die Fußstapfen von Pfarrer Christoph Gerdemann treten, der Homberg Anfang des Jahres in Richtung Herten verlassen hatte.

Auf eine Zusammenarbeit freut sich auch der stellvertretende Bezirksbürgermeister Klaus Radny. Er wies direkt auf die Homberger Eigenheiten als „gallisches Dorf“ hin. „Wenn die Homberger sagen, dass sie in die Stadt fahren, meinen sie damit nicht die Duisburger Stadtmitte, sondern Moers.“ Damit Hendricks auch gleich sieht, wie es früher einmal aussah, bekam er einen Bildband mit historischen Aufnahmen Hombergs. Vielleicht wird er eines Tages auch in so einem verewigt sein.