Neuer Bildband Homberg-Hochheide erschienen

Die Zeitzeugenbörse hat einen Bildband herausgebracht und bereist darin die mehr als 1120-jährige Geschichte der „Stadt im Grünen“. Offizielle Vorstellung am 1. Juni

Wie viel ist eigentlich eine begrenzte Anzahl? Laut Definition der Zeitzeugenbörse Duisburg sind 160 Fotos in einem 128 Seiten umfassenden Bildband eine solche begrenzte Anzahl. Will heißen, aus Homberg und Hochheide wird es ein Zigfaches an Bildern geben, 160 haben es in den neuen Bildband der Heimathistoriker um Harald Molder geschafft. „Duisburg-Homberg und -Hochheide“, so heißt die Fleißarbeit, die die Zeitzeugenböse am 1. Juni öffentlich vorzustellen gedenkt.

Für den Bildband zeigen sich in erster Linie Uwe Bongert, Heinz Pischke, Reinhold Strausberg und eben Harald Molder verantwortlich, die ihre Bildersammlungen für das Buch zugänglich gemacht haben. Und auch den hiesigen Vereinen, besonders dem Freundeskreis Historisches Homberg, danken die Bildband-Macher für so manche beigesteuerte Erinnerung.

Und mit Homberger Erinnerungen ist der Bildband prall gefüllt. Homberg, die selbst ernannte „Stadt im Grünen“, blickt zwischen der ersten Erwähnung im Jahr 855 und der Eingemeindung nach Duisburg 1975 auf eine lange Geschichte zurück. In sieben Kapitel hat die herausgebende Zeitzeugenbörse das Werk unterteilt. Hier eine Auswahl: „Alte Ansichten“ zeigt unter anderem den Bismarckplatz vor mehr als 120 Jahren, oder auch die Augustastraße vor 70 Jahren mit dem charakteristischen „Bügeleisen“-Bau.

Bilder von Gaststätten, Geschäften und Cafés gibt es in Kapitel 2 zu sehen, dabei unter anderem der „Rheingarten“ an der Königstraße. Zu der Zeit war es offenbar ein Trend, komplett eingedeckte, aber menschenleere Festsäle zu fotografieren, drei solcher Exponate sind in dem Buch zu bewundern.

Einrichtungen und Institutionen sind ebenfalls auf Bildern oder Postkarten festgehalten worden, etwa das Bezirksrathaus, das nach dem Abbruch des Gebäudes der Deutschen Reichsbank im Jahr 1928 um einen Flügel erweitert worden war. Bilder der Küppers-Mühle dürfen ebenso nicht fehlen wie solche der hiesigen Zechen.

Die Brüder Feldgen

Mit den Menschen befasst sich der Bildband aber auch sehr intensiv, so werden Vereine ebenso mit Beiträgen gewürdigt wie unter anderem die Brüder Feldgen, die in den 1920-er-Jahren ein 13 Zentner schweres Fass insgesamt etwa 7600 Kilometer durch Deutschland gerollt hatten und damit eine sportliche Wette einlösten.

Was gibt es sonst noch? Klar, Bilder vom Rhein. Die sind allerdings nicht allesamt idyllisch, der große Strom hat regelmäßig Hochwasser und fror Anfang des 20. Jahrhundert immer wieder zu.

Die Zeitzeugenbörse hat ein Buch zum Schwelgen in Erinnerungen herausgebracht, das so manchem Homberger und Hochheider auch nach dem offiziellen Ende der Stadt Homberg vor 40 Jahren ganz sicher das Herz aufgehen lassen wird...


Vorstellung am 1. Juni
Duisburg-Homberg und -Hochheide
, herausgegeben von der Zeitzeugenbörse Duisburg (19,99 Euro, 128 Seiten, 160 Bilder, Schwarz-Weiß, gebunden, ISBN: 978-3-95400-544-4). Öffentliche Buchvorstellung: Montag, 1. Juni, 18.30 Uhr, im Heimatmuseum des Freundeskreises Historisches Homberg (Augustastraße 48). Der Eintritt ist frei.