Neuen Bildband über Homberg und Hochheide präsentiert

Präsentierten das Buch (v.l.): Reinhold Stausberg, Udo Vohl, Heinz Paschmann, Harald Molder Foto: Udo Milbret / Funke Foto Services
Präsentierten das Buch (v.l.): Reinhold Stausberg, Udo Vohl, Heinz Paschmann, Harald Molder Foto: Udo Milbret / Funke Foto Services
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Vorstellung des Buches von Harald Molder stieß auf große Resonanz. Gäste konnten sich an manche fotografisch festgestellte Begebenheit noch gut erinnern

Duisburg-Homberg.. Als Harald Molder am Montagabend mit einer Leinwand-Präsentation den neuen Bildband über Homberg und Hochheide Seite für Seite vorstellte, gab es fast bei jedem Umblättern Gemurmel. Denn die Zuhörer, die in die Historische Stube vom Freundeskreis Historisches Homberg gekommen waren, konnten sich an so manche fotografisch festgestellte Begebenheit noch selbst erinnern. Wie sehr die Geschichte ihres Stadtteils die Menschen interessiert, zeigte auch der Andrang, denn es gab bedeutend mehr Gäste als Stühle. Im Ganzen dürften es rund 50 Interessierte gewesen sein.

Auswahl aus 3500 Bildern

160 Fotos von der Jahrhundertwende bis in die frühen 1980er Jahre wählte der Verein Zeitzeugenbörse Duisburg aus, um sie in dem Buch zu veröffentlichen. „Wir hatten gefühlt 3500 Bilder zur Verfügung, aus denen wir aussuchen konnten“, erzählt Molder. Ihre Sammlungen geöffnet haben neben dem Vereinsvorsitzenden Uwe Bongert, Heinz Pischke, Reinhold Stausberg und Werner Welsch. Außerdem gab es viele Gespräche mit Zeitzeugen, um sicherzugehen, dass auch die richtige Bildunterzeile unter dem Foto steht.

Den Buchdeckel ziert ein Bild der Rheinbrücke, die Homberg und Ruhrort miteinander verbindet. Fotografiert wurde noch die alte Brücke, die im März 1945 von deutschen Truppen gesprengt wurde. Zu sehen ist aber auch ein Stück der Homberger Königstraße und im Hintergrund der Brücke die rauchenden Schlote des Stahlwerks Thyssen.

Wer sich in der damaligen Gemeinde Homberg zurecht finden will, kann dies anhand eines Stadtplans aus dem Jahr 1909 tun. Darin sind nicht nur die öffentlichen Gebäude und Straßennamen eingezeichnet, sondern auch viele Firmen, angefangen bei den Schächten I bis III der Gewerkschaft Rheinpreußen, der Firma Schmitz Söhne, der Mühle Stock und Hausmann oder des damals noch recht kleinen Unternehmens Sachtleben. Bis auf Letzteres, das seit kurzem von Huntsman übernommen wurde, ist kein Industrieunternehmen davon mehr in Betrieb.

Straßenbahn in Homberg

Viele historische Gebäude, die auf anderen Fotos abgebildet sind, stehen allerdings heute immer noch, auch wenn sie zum Teil andere Nachbarhäuser haben. Ein verschwundenes Relikt ist ebenfalls im Buch zu finden: Die Straßenbahn, die es lange in Homberg gab. Insgesamt sieben Rubriken laden die Leser zum Schmökern und Erinnern ein.