Das aktuelle Wetter Duisburg 5°C
Einzelhandel

Netto geht und kommt wieder

13.07.2012 | 20:15 Uhr
Netto geht und kommt wieder
Die Discounter-Filiale an der Günterstraße in Hochemmerich hatte im Jahre 1986 noch der Vorgänger Plus bezogen. Foto: Tanja Pickartz

Rheinhausen.   Der Discounter will die Filiale an der Günterstraße abreißen und an gleicher Stelle eine neue Filiale errichten.

Die Farbe in der neuen Netto-Filiale an der Homberger Rheinpreußenstraße ist noch nicht ganz trocken, da spricht das Unternehmen schon von weiteren Plänen im Duisburger Westen. Eine Modernisierung der 1986 bezogenen Filiale an der Günterstraße in Hochemmerich steht an. Dafür weicht das Gebäude der Abrissbirne.

„Der Bau entspricht von der Größe, der Ausstattung und auch der Isolierung nicht unseren Vorstellungen“, erklärt Tim Hagdorn. Laut des Gebietsleiters Expansion stehen die Räume der benachbarten Spielhalle seit längerem leer, in Absprache mit dem Vermieter – der Discounter mietet seine Gebäude in der Regel – sei man übereingekommen, einen Neubau hochzuziehen. Der wird laut Hagdorn wohl etwas teurer sein, als der mit 1,1 Millionen Euro veranschlagte Bau in Homberg. Noch sei jedoch kein Bauantrag eingereicht, die Pläne sollen im kommenden Jahr umgesetzt werden.

Mindestens 800 Quadratmeter

Der Verkaufsraum soll dann größer sein, die aktuelle Filiale stammt noch aus der Zeit, in der Netto, damals Plus, noch eine eigene Metzgerei hatte. „In den 800 Quadratmetern Verkaufsfläche ist der Bereich der ehemaligen Metzgerei eingerechnet. Dieser ist heute aber weder nutz- noch umbaubar“, sagt Hagdorn.

Von den Duisburger Filialen stehen einige, eine genaue Zahl wollte Expansionsleiter nicht nennen, zur Modernisierung an. Die Edeka-Tochter baut nur noch Märkte, die mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche haben. Hintergrund: 2009 hatte Edeka Plus übernommen und die knapp 3000 Filialen innerhalb eines Jahres komplett umgeflaggt. In Duisburg gibt es aktuell 42 Zweigstellen. Zum Vergleich: Aldi und Lidl kommen etwa jeweils auf etwa 20 Filialen.

„Wir sind angesiedelt zwischen den Discountern und den Vollsortimentlern“, sagt Hagdorn. Man bekomme bei Netto bis auf einige Spezialitäten alles, was Rewe und Edeka auch hätten. Das Sortiment sei größer als das von Aldi, Lidl und Penny, dafür gebe es nahezu ausschließlich Lebensmittel statt Computern und Gartengeräten. In dieser Nische würde man sich wohlfühlen, sagt Hagdorn, der auf Nachfrage allerdings keine Umsatzzahlen nannte.

Daniel Cnotka


Kommentare
Aus dem Ressort
Rund 100 Roma aus Duisburg sind ins Sauerland umgezogen
Zuwanderung
Etwa 100 ehemalige Bewohner der Häuser In den Peschen in Duisburg-Rheinhausen wohnen jetzt zwischen Ennepetal und Hagen. Eingezogen sind die Roma in ehemalige Firmenwohnungen eines medtallverarbeitenden Betriebs, der aber nicht mehr existiert.
Mehr als drei Dutzend Osterfeuer im Duisburger Westen
Brauchtum
Der Osterfeuer-Brauch ist besonders in den ländlich geprägten Ortsteilen des Duisburger Westens verbreitet. Wer darf was, wann und wo abbrennen? Eine Übersicht.
Rewe will neue Filiale an der Rathausallee in Rumeln eröffnen
Einzelhandel
Auf dem Gelände des ehemaligen Hallenbades an der Rumelner Rathausallee siedelt sich, wie jetzt bekannt wurde, die Kölner Supermarkt-Kette Rewe an. Das freut offenbar besonders die beiden großen Volksparteien im Bezirk.
Neuer Sheriff, neue Wache
Polizei
Volker Bartels heißt der neue Bezirksbeamte der Polizei in Rumeln-Kaldenhausen. Er wohnt seit 28 Jahren in seinem Revier rund um die Düsseldorfer Straße
Drogen am Steuer - Duisburger Politiker muss Geldbuße zahlen
Prozess
Zu schnell war der Duisburger Politiker Rolf Karling im August 2012 durch eine 30er Zone gefahren. Ein Test ergab zudem, dass er Kokain genommen hatte. Nun wurde Karling - durch die Ketchup-Attacke auf OB Sauerland bekannt geworden - zu einer Geldstrafe verurteilt.
Fotos und Videos
Leerer Weißer Riese in Hochheide
Bildgalerie
Schrottimmobilie
Altweiberpartys
Bildgalerie
Karneval