Museum für Höhlenmenschen
07.08.2009 | 18:30 Uhr 2009-08-07T18:30:00+0200Rudi Lisken plant eine Dauerausstellung im Bunker unter dem Marktplatz. Doch noch ist die Frage: Wem gehört der überhaupt ?
Wem gehört eigentlich der Bunker unter dem Rheinhauser Marktplatz? Das ist die zentrale Frage bei Rudi Liskens und Klaus Metzdorfs Projekt „Bunkermuseum”. Die beiden wollen, mit einem derzeit in der Gründung begriffenen Verein, den ehemaligen Luftschutzbunker unter dem Hochemmericher Marktplatz zu einem Museum über den Bombenkrieg an Rhein und Ruhr, speziell in Rheinhausen, umgestalten.
Der Zufall führte die
Initiatoren zusammen
Die Idee dazu kam per Zufall: Schon seit Jahren lädt der Rheinhauser Markthändler und Lokalpolitiker Rudi Lisken regelmäßig zu Besichtigungen und Dia-Vorführungen in den alten Luftschutzkeller. Einer der Gäste: Klaus Metzdorf. Der erinnerte sich an eine Geschichte seines Bekannten Horst Guderjahn: „Der hatte vor Jahrzehnten mal jede Menge großformatige Fotografien von Bunkeranlagen und Folgen des Bombenkrieges aus einem Müllcontainer am Rathaus ,gerettet'. Die hatten scheinbar der Stadt Rheinhausen gehört - und die wollte sie wohl wegschmeißen.”
Wie es denn wäre, wenn man diese Fotos, 50 mal 60 Zentimeter groß, in diesem Bunker, immerhin eins der wenigen baulichen Zeugnisse des Krieges in Rheinhausen, ausstellen würde, wollte er von Lisken wissen. Der war Feuer und Flamme.
Aber die Besitzverhältnisse am Bunker sind kompliziert. Zwar hat Lisken die Schlüssel, aber: „Die hat mir damals - das muss so um '61 rum gewesen - jemand in die Hand gedrückt und gesagt ,Mach' mal!' Wer das jetzt war - da hab' ich mich als junger Bursche nicht drum gekümmert, und in all den Jahren hat niemand mehr danach gefragt.” Aber er machte, richtete im oberirdischen Teil ein Marktmeistebüro ein, legte Strippen und Leitungen, säuberte das Tiefgeschoss und ist seitdem inoffizieller Hausmeister - ohne zu wissen, in wessen Auftrag.
Selbst Oberbürgermeister Adolf Sauerland wusste es nicht. Der war nämlich schon im Bunker zu Gast und ließ sich von Lisken, Metzdorf und deren Mitstreitern die Museums-Pläne erläutern. „Und er hat uns gesagt, dass er die Pläne prinzipiell unterstützt”, so Lisken - „wenn der Bunker der Stadt gehört.” Möglich ist das - zwar gehören die meisten Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg dem Bund; ein vergleichbarer Tiefbunker unter dem Duisburger Dellplatz ist aber Eigentum der (städtischen) Gebag.
19:46
Der Herr Oberbürgermeister.
Im Westen.
Man kann ihm eine gewisse Bunkermentalität wirklich nicht absprechen >:-)
Das Foto des Bildredakteurs lügt nicht.
14:23
Klar kann man froh sein dass er sich kümmert und das teil sauber hält, aber warum macht man so was jahrelang ohne einen Nutzen davon zu haben? oder war es Lagerfläche für die Kartoffeln? Kalt genug dürfe es ja sein.
13:12
Museum für Höhlenmenschen
>:-)
Steinzeitlich :-)
13:52
seit doch froh, dass er sich kümmert.
Er hat ja damals den Auftrag bekommen: Mach mal.
Also alles in bester Ordnung
10:46
Der Mann ist Senil.
22:16
Sicher, der Lisken ist da Hausmeister ohne zu wissen von wem er Beauftragt wurde, er hat Umbaumaßnahmen durchgeführt alles ohne Genehmigung, Bravo, solche politiker braucht Duisburg
16:42
Aber seine Kartoffeln esst Ihr gerne, oder was ?
05:07
Lisken = Vogel
21:25
auch klar, Lisken weiss von nichts, hat aber seit Jahrzehnten den Schlüssel, von einem Unbekannten, er legt Strom, errichtet ein Marktbüro einfach so, macht Führungen, keinen stört es, typisch Duisburg