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Arbeitsmarkt

Minimaler Aufschwung

30.10.2012 | 18:16 Uhr

45 Arbeitslose weniger im Duisburger Westen

Vom anderswo üblichen (aber 2012 in ganz NRW eher mau ausgefallenen) „Herbst-Aufschwung“ am Arbeitsmarkt ist im Duisburger Westen nicht viel zu spüren: Die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitsagentur-Dienststelle West hat sich von September auf Oktober um statistisch fast in den Bereich des Messfehlers fallende 45 Fälle auf nun 5615 Personen verringert. Das sind allerdings 229 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Quote „auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen“ betrug 10,1%; vor einem Jahr lag sie bei 10,5%. Die Anzahl der offenen Stellen im Westen ist im Oktober um 62 auf 340 gesunken; auch im Vergleich zu Oktober 2011 gab es 26 Arbeitsstellen weniger.

Erneut fiel die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr in Rheinhausen deutlicher aus als im Rest von Duisburg: Knapp vier Prozent Rückgang der Arbeitslosenzahl im Westen stehen 0,6 Prozent in der Gesamtstadt und kaum messbare 0,1 Prozent in der Stadtmitte und dem Süden entgegen. Die Geschäftsstelle in Hamborn musste erneut sogar eine Zunahme (0,7 Prozent) vermelden. Die Quote von 10,1 Prozent im Westen ist die mit Abstand niedrigste der Stadt. (Mitte/Süd 11,9, Nord 14,7, Gesamtstadt 12,3).

Matthias Oelkrug



Kommentare
02.11.2012
20:05
Minimaler Aufschwung
von grundwissen | #1

Was heißt eigentlich Vollbeschäftigung? Vielleicht so viel, dass ausreichend Arbeitsplatzangebote der Nachfrage danach zur Verfügung stehen. Und zwar solche, die den Fähigkeiten und finanziellen Erfordernissen der Nachfragenden (der Arbeitnehmer) genüge tun, also nach Art der Qualifikation und finanzieller Ausstattung den Nachfragenden gerecht wird. Leider - und das muss man seit Jahrzehnten feststellen - ist die Wirtschatt nicht in der Lage diese Bedingungen ausreichend zu erfüllen, so dass viele Arbeitssuchende in den Statistiken der Arbeitsagenturen verbleiben und Ausbildungsplatzsuchende auf der Strecke bleiben.
Nun, wenn es trotz intensiver Suche auch von Politikerseite durch Job-Looking-Touren und horrende Subventionierung durch Anlaufprogrammt (Einstiegförderung und Über50Programme), so deutlich ist, dass es nicht fruchtet - dann bleibt nur eins: diesen aufgeblähten Apparat durch etwas Effektives zu ersetzen. Die sog. Wirtschaft hat versucht aber nicht gekonnt. Also abtreten!

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