Metal-Bands geben sich die Ehre

Der Wettergott scheint ein Metal-Fan zu sein. 30 Grad sind vorausgesagt fürs Wochenende, an zwei Tagen wird wieder das deutschlandweit bekannte „Rage against Racism“-Festival am Jugendzentrum „Die Mühle“ in Friemersheim an der Clarenbachstraße über die Bühne gehen. Am Freitag, 5. Juni, wird die Duisburger Band „Hakura“ dieses Event um 17 Uhr eröffnen. „Wir setzen wie jedes Jahr auf lokale Bands, die Formation macht melodiösen Metal-Core“, weiß Dirk Diegler vom Orga-Team, der wieder unzählige Bewerber-Cds im Vorfeld ausgewertet hat. Lokal bleibt es: um 18 Uhr spielt die Formation „Demon Seduction“ aus Rheinhausen mit dem Sänger Kevin Arnold.

Charismatischer Metal

Seit 2001 existiert die ungarische Band „Wisdom“ aus Budapest, die um 18.30 Uhr die Bühne betritt. Charismatischer Metal erwartet die Fans, die Musiker haben fünf CDs in ihrer Karriere herausgebracht. Eine junge Band aus Abtsgmünd „Hackneyed“ aus Baden-Württemberg folgt dann kurz vor acht. Sie spielen Death-Metal, existieren seit 2006 und haben bereits beim Wacken-Festival gespielt. Als Profimusiker gelten „Bloodbound“ aus Schweden, die im Rahmen einer Tournee Station in Friemersheim machen und den Abend gegen 21 Uhr ausklingen lassen. Fünf Alben sind seit 2004 entstanden.

Am Samstag, 6. Juni, eröffnet traditionell das Musikkorps Hohenbudberg um 12.30 Uhr das Programm. Um 13 Uhr dürfen dann die Gewinner des Vorentscheids zum Rage-Festival auf die Bühne: Elvelon, melodiöser Fantasy-Metal aus Moers mit einer Frauenstimme erwartet die Zuschauer.

Aus Mönchengladbach kommen „Karmageddon“, ab 13.50 Uhr gibt es harten Death-Core-Metal zu hören. „Die werden noch mal alles geben, weil deren Sänger sein letztes Konzert gibt“, weiß Dirk Diegler. Um 14.40 Uhr folgen Torian aus Paderborn, befreundete Musiker der Lokalmatadore „Synastasia“. Danach spielen „Final Depravity“ mit dem Sohn des Schlagzeugers der bekannten Death-Metal Formation „Kreator“. „Vielleicht gibt es dann ein klassisches Kreator-Cover“, mutmaßt Diegler.

„Six reasons to kill“ starten um 16.40 Uhr mit „Knüppel-aus-dem-Sack-Metal“. Um 17.40 Uhr folgen ihnen „The very end“ mit Björn Gooßes, der schon mit mehreren Projekten beim Rage-Festival auftrat. Das Abendprogramm leiten dann „Dustbolt“ aus Bayern am Lech mit Thrash-Metal ein, etwa ab 18.50 Uhr. Auch diese Formation hat schon auf dem Wacken-Festival gespielt. „Winterstorm“ aus Bayreuth legen um 20 Uhr los mit einer gehörigen Portion Dampf, sie gelten als Hoffnungsträger für den deutschen Power-Metal.

Drei Tonnen Material

Als letzte Band werden „Varg“ mit drei Tonnen Material die 40 Quadratmeter Bühne betreten. „Die Band stand im Verdacht rechtsnational zu denken. Sie haben sich aber klar davon distanziert, wir haben das genaustens überprüft“, sagt Dirk-Diegler vom Orga-Team, der den Entstehungsgedanken „Rage against racism“ als oberste Prämisse für ein friedliches Festival sieht. So wird es ein heißes Event zum Wochenende nicht nur wegen der Temperaturen...