Mehr Müll soll brennen
23.09.2008 | 17:12 Uhr 2008-09-23T17:12:00+0200Die Betreiber der Krefelder Müllverbrennungsanlage und Umweltverbände trafen sich bei der Bezirksregierung zu einer Anhörung im Rahmen der beabsichtigten Erweiterung der Anlage.
Rund zehn Stunden - verteilt auf zwei Tage: So lange zog sich die Anhörung zur geplanten Erweiterung der Müllverbrennungsanlage (MVA) in Krefeld bei der Düsseldorfer Bezirksregierung.
Die Umweltverbände haben im Laufe der Stellungnahme und Diskussion eine wichtige Erkenntnis gewonnen: Die Entsorgungsgesellschaft Krefeld (EGK) habe erstmals eindeutig zugegeben, dass es sich bei der geplanten Maßnahme um eine Kapazitätserweiterung handelt, so Kerstin Ciesla, stellvertretende Vorsitzende der Rheinhauser Bürgerinitiative „Saubere Luft” im Gespräch mit der Redaktion.
Ebenfalls sei im Laufe der Anhörung ans Licht gekommen, dass die EGK in ihrer Anlage eben nicht nur Müll aus der Region verbrennt, sondern auch Material aus dem Ausland. Ciesla: „Unsere Befürchtungen des Mülltourismus' haben sich bestätigt.”
Darüber hinaus sei die EGK nicht bereit, rechtlich zuzusichern, dass drei alte Kessel abgeschaltet werden. Die Betreiber hätten sich ausschließlich auf einen Ratsbeschluss bezogen, „doch jeder weiß, wie schnell so ein Ratsbeschluss wieder gekippt werden kann”, zeigt sich Ciesla sehr skeptisch.
Die Bezirksregierung hat nach der Anhörung von den Umweltverbänden eine Menge zusätzlicher Arbeit bekommen, denn die Gegner der Anlage stellten rund 20 neue Anträge. „Die EGK kam mit neuen Daten, die uns nicht bekannt waren und in der Anhörung teilweise recht verwirrend waren. Das wollen wir erstmal prüfen lassen.”
Vor allem aber interessieren die Verbände zwei Dinge: Auf welcher Basis die EGK das Rauchgasreinigungsverfahren ändern will, mit der eine Erhöhung der Schadstoffemissionen verbunden ist - die Umweltverbände vermuten, dass dies aus rein wirtschaftlichen Erwägungen geschehen soll.
Zum anderen müssten die Emissionen als Gesamtbild betrachtet werden - also in Verbindung mit dem geplanten Kohlekraftwerk. In dieser Hinsicht fiel den Gegnern eine Ungereimtheit auf: Die EGK setzt den Schadstoffausstoß des Kohlekraftwerks niedriger an als Trianel selbst. Auch diese Diskrepanz soll die Bezirksregierung klären.
16:14
Erweiterung der Müllverbrennungsanlage
Wofür denn das??
Die Einwohnerzahlen sind seit Jahren rückläufig, die Müllmengen dank Trennung und geringerer Einwohner ebenso
VERMEIDEN statt verbrennen
NEIN ZUR ERWEITERUNG, da nicht erforderlich
07:52
Jetzt bin ich aber gespannt wie die
Krefelder CDU speziell Herr Fabel reagiert.
Siehe Krafwerksbau Bayer, Luftliene 1000 meter.