Massenschlägerei auf der Kirmes
18.07.2008 | 19:00 Uhr 2008-07-18T19:00:00+020050 Beteiligte schlugen aufeinander ein, Feuerwerk wurde abgebrochen, Schausteller liegt im Krankenhaus. Hochheider Kirmes auf der Kippe.
Unrühmlicher Abgang für die Homberger Kirmes: Das Volksfest sollte am Montag mit einem stimmungsvollen Feuerwerk abgeschlossen werden. Stattdessen gab es eine Massenschlägerei. 50 Beteiligte schlugen teilweise mit Baseballschlägern aufeinander ein. Krankenwagen mussten zur Versorgung der Verletzten anrücken. Das Feuerwerk wurde abgebrochen.
Nach Aussage von Schaustellern waren aus einer Gruppe von Ausländern, offensichtlich aus Hochheide, Flaschen auf den „Musikexpress” geworfen worden. „Und die Schausteller sind halt Leute, die sich nix gefallen lassen - da ging's dann ziemlich zur Sache”, sagte ein Beobachter der Redaktion. Laut einer Aussage aus Schaustellerkreisen wurde ein Mitarbeiter des „Musikexpress” schwer verletzt und liegt mit einem Schädelbruch im Krankenhaus. Die Polizei wollte das weder bestätigen noch dementieren.
Als die Polizei gegen 22:40 Uhr am Kirmesgelände eintraf, „löste sich die Menschenmenge auf und die Beteiligten rannten weg”, so deren Sprecher Achim Blättermann. „Selbst Verletzte die gerade im Sanitätszelt versorgt wurden, ergriffen die Flucht.” Von drei Verletzten konnte die Polizei noch die Personalien erfassen; gegen einen 16-jährigen Kirmesbesucher liegt wegen des Flaschenwurfes eine Anzeige vor. Zu Anlass und Hergang der Schlägerei äußerte Blättermann sich nicht: „Das muss die Vernehmung der Zeugen ergeben.”
Kirmes-Mitveranstalter Mike Bengel kritisiert im Nachhinein fehlende Polizeipräsenz auf der Veranstaltung: „Das reicht ja schon, wenn die gut sichtbar Streife laufen; dann sind die Krawallmacher schon vorsichtiger.” Genau deshalb habe er im Vorfeld bei Bezirkspolitikern um mehr Polizei für die Kirmes gebeten - erfolglos. „So etwas kann der Todesstoß für die Veranstaltung sein. Wer kommt schon noch mit seinen Kindern zur Kirmes, wenn er das Risiko eingeht, in so eine Schlägerei zu geraten? Und es ist ja gerade das Familienpublikum, das wir brauchen.”
Jetzt sieht er die - eigentlich in zwei Wochen anstehende - Hochheider Kirmes auf der Kippe: „Der ,Musikexpress' wird aus verständlichen Gründen nicht dabei sein. Und auch der Betreiber des Autoscooter macht sich Gedanken, ob er die Gefahr für sein Geschäft und die Gesundheit seiner Mitarbeiter einzugehen soll.” Ähnlich wie der Homberger Rummel hatte auch die Hochheider Kirmes - in den 80-er Jahren nach Moers die zweitgrößte am Niederrhein - in den letzten Jahren mit Besucher- und Beschickerschwund zu kämpfen.
In der Kritik steht auch die Informationspolitik der Duisburger Polizei: Pressevertreter erfuhren erst gestern und auf ausdrückliche Nachfrage von den Vorfällen - Anwohner hatten sich zuvor bei der Redaktion beschwert, dass die Schlägerei von den Medien „totgeschwiegen” werde. Der Leiter der Polizei-Pressestelle war gestern urlaubsbedingt nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.
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16:56
Ja wenn man hier das sagt , was die Mehrheit denkt , schaut dem Volk mal aufs Maul , wird der Kommentar entfernt , es denken viele so und das hat mit RECHTS nichts zu tun , aber ich versteh das manchmal wirklich nicht , würden wir das gleiche im Ausland machen dann trifft uns dort das Gesetz mit aller Härte , warum ist es bei uns nicht so
06:50
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01:14
die opfer in homberg interessieren schon lange nicht mehr. geholfen wird durch unseren sozialstaat den tätern.
die polizei steht sich offenbar auch schon lange selbst im wege und erledigt ihre gestellten aufgaben nicht. lieber spielt sich hier ein bezirksbeamter als sozialarbeiter auf.
das über eine massenschlägerei mit schwerverletzten in einem sozialen brennpunkt kein wort im pressebericht der polizei steht, dass spricht geradezu erschreckende bände.
meine damen und herren von der presse, wenn sie dies so kommentarlos mit sich geschehen lassen, dann haben sie ihre aufgabe auch nicht verstanden.
es wird zeit, dass sie mit den verantwortlichen tacheles reden und darüber berichten!
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Frau Fischer, ihr Einsatz!
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