Marode Toiletten an Rheinhauser Schulen werden saniiert

Es stuinkt, die Farbe blättert von den Türen, Schmierereien an den Wänden, die Fliesen sind uralt. Das soll sich auch in den Toiletten der Grundschule Bergheimer Straße in Rheinhausen im Herbst ändern.
Es stuinkt, die Farbe blättert von den Türen, Schmierereien an den Wänden, die Fliesen sind uralt. Das soll sich auch in den Toiletten der Grundschule Bergheimer Straße in Rheinhausen im Herbst ändern.
Foto: Lars Heidrich
Was wir bereits wissen
IMD: Im Herbst sollen die heruntergekommenen Schüler-WCs an den Rheinhauser Grundschulen Krefelder und Bergheimer Straße kernsaniert werden. Bezirksvertretung Rheinhausen entscheidet nächsten Donnerstag

Duisburg-Rheinhausen..  Da werden sich die Schüler, Eltern und Lehrer freuen: Die maroden Toilettenanlagen an den beiden Rheinhauser Ganztagsgrundschulen (GGS) Bergheimer Straße und Krefelder Straße werden voraussichtlich noch im Herbst komplett saniert. Das bestätigte Claas Frein, Bereichsleiter Objektmanagement beim städtischen Immobilien Management Duisburg (IMD): „Wir planen noch in diesem Jahr eine Kern- oder Komplettsanierung der dortigen Toilettenanlagen“ , bestätigte Claas Frein. Komplettsanierung bedeutet nach seinen Worten der Austausch von Leitungen und Zuleitungen, neue Wand- und Bodenfliesen, neue Trennwände beziehungsweise neue Kabinen. Auch die Urinale und Waschtische sollen ausgewechselt, neue Beleuchtung und sonstige Elektroanlagen installiert werden. Der IMD-Abteilungsleiter äußerte sich zuversichtlich: „Wir wollen gerne noch in diesem Jahr fertig werden.“

Nachdem Schulausschuss und IMD den Baumaßnahmen zugestimmt haben, ist am kommenden Donnerstag die Bezirksvertretung Rheinhausen am Zug, wird - wie die Dinge stehen - den Sanierungen an den Schulen zustimmen. Dann folgt eine zwölfwöchige Ausschreibung der Gewerke. Ist das entschieden, können die Bauarbeiten beginnen (geschätzte Kosten: rund 220.000 Euro für die GGS BergheimerStraße, rund 150.000 Euro für die GGS Krefelder Straße).

Kerstin Finke, Schulleiterin der GGS Bergheimer Straße, fiel ob der Nachricht hörbar ein Stein vom Herzen: „Wir sind natürlich hocherfreut, dass jetzt endlich etwas passiert.“ Die Rektorin erinnerte daran, dass die Elternpflegschaftsvorsitzende Annette Becker zu Beginn des Schuljahres rund 170 Unterschriften für die überfällige Sanierung der beiden sichtlich herunter gekommenen Toilettenanlagen der Schüler auf dem vorderen und hinteren Schulhof gesammelt hatte. Annette Becker: „Das ist super, klasse! Wir sind froh! Ich freue mich!“ Wie berichtet gab es in den Sanitäranlagen teilweise keine Klobrillen und -deckel, die Farbe blätterte von den Trennwänden, die Wand und Bodenfliesen stammen noch aus den frühen 1960er Jahre. Am schlimmsten nervte Schüler und Eltern der penetrante Urin-Gestank in beiden Toiletten. Auf der anderen Seite ließ der IMD sämtliche alten Fenster gegen energiesparende Fenster austauschen, so Kerstin Finke.

Neuer Fluchtweg an Mevissenschule

Ein ähnliches Bild zeigt derzeit auch die Toilettenanlage am Schulhof der Grundschule an der Krefelder Straße in Hochemmerich. Schulleiterin Karin Krause berichtet von kaputten Türen und alten Fliesen am Boden, an den Wänden. Sie reagierte auf die Nachricht von der Sanierung etwas verhaltener: „Es wäre schön gewesen, wenn schon vorher etwas passiert wäre. Denn die Sanierung ist dringend notwendig. Schon seit Jahren beschäftigt uns das Thema. Aber jetzt freuen wir uns, wenn der Umbau so schnell wie möglich beginnt!“ Wenn der Umbau während des laufenden Schulbetriebs erfolge, wünsche sie sich die flexible Lösung, dass eine Toilette geöffnet bleibt.

An der GGS Bergheimer Straße unterrichten 14 Lehrer und Betreuer rund 210 Schüler, an der GGS Krefelder Straße kümmern sich 20 Lehrer/Betreuer um rund 230 Schüler. Auch für den Brandschutz an der GGS Mevissenstraße in Bergheim zeichnet sich eine Lösung ab. Dort stehen vor der Fassade der Turnhalle zwei Gerüste als Fluchtwege. Claas Frein hat für die Mevissenschule eine gute Nachricht: „Diese provisorischen Fluchtwege werden durch eine stabile Stahltreppe ersetzt. Die Brandschutzmaßnahme steht in den Planungen für 2015.“

Das Immobilien Management Duisburg (IMD) ist ein städtisches Tochterunternehmen mit Sitz im Stadtzentrum. Chef ist Uwe Rhode. Unter anderem betreut das IMD als Eigentümer die städtischen Immobilien, nach Angaben von Abteilungsleiter Claas Frein 1300 Objekte mit einer Gesamtfläche von 1,6 Millionen Quadratmetern.