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Mannequins für Westafrika

11.10.2012 | 17:37 Uhr
Mannequins für Westafrika
Nicht nur exotische, farbenfrohe Trachten aus Afrika gab es auf dem Laufsteg zu sehen: „Wir zeigen, was die moderne Frau – egal ob jung, ob alt, ob dick oder dünn – tragen muss, um im Herbst und Winter 2012 ,up to date‘ zu sein.“

Duisburg-Homberg.   Die Homberger Senegalhilfe sammelte mit einer Benefiz-Modenschau in der Homberger Kirchengemeinde St. Peter In den Haesen Geld für ein neues Projekt gegen Jugendarbeitslosigkeit.

Die Frauen tragen farbenfrohe, wallende Trachten aus Afrika und schreiten zu Rhythmen mehrerer Trommeln über den Laufsteg. Rund 150 Zuschauer klatschen und jubeln ihnen zu. Für die meisten Kirchengemeinden in Deutschland wäre dies sicherlich ein außergewöhnliches Bild, in den Haesen hat sich dies jedoch längst etabliert. Ein Jahr mussten die Gläubigen von St. Peter sogar darauf warten, doch jetzt lud die Homberger Senegalhilfe wieder zu ihrer Benefiz-Modenschau ein.

Die Laien-Mannequins aus der Gemeinde führten jedoch nicht nur exotische Gewänder vom schwarzen Kontinent vor, auch Kleidung für Homberger Wetter gab es reichlich zu sehen. „Wir zeigen, was die moderne Frau – egal ob jung, ob alt, ob dick oder dünn – tragen muss, um im Herbst und Winter 2012 ,up to date‘ zu sein“, sagte Katharina Jahrmarkt vom Organisationsteam, die auch selbst in St. Peter als Model im Einsatz war.

Für alle Geschmäcker war diesmal etwas dabei, von Tages- und Freizeitkleidung, über Jacken, Kostüme und Hosenanzüge bis zu Winter- und Pelzmänteln. Das Glanzstück der Veranstaltung, an dem die Mannequins und das Publikum gleichermaßen besonders viel Freude hatten, waren elegante Cocktailkleider und prachtvolle Abendkleider. Zudem bekamen die Zuschauer auch die passenden Lederhandtaschen und handgefertigte Accessoires zu sehen. Allesamt Spenden von Hombergern, christlichen Wohlfahrtsverbänden und hiesigen Unternehmen. Als dann nach viereinhalb Stunden die Modeschau zu Ende ging, „kauften die Gäste, als wäre Schlussverkauf in St. Peter“, freute sich Jahrmarkt. „Sofern die Kleider nicht von den Models selbst gekauft wurden, weil wirklich tolle Stücke dabei waren.“

Letztlich kamen 2230 Euro zugunsten der Senegalhilfe zusammen. Damit unterstützt sie Menschen in dem westafrikanischen Land, „die andere Probleme haben, als sich darüber Gedanken zu machen, was denn die Trends von morgen sind.“ Das Geld hilft einem neuen Projekt der Pfarrei Jésus Ouvrier gegen Jugendarbeitslosigkeit in dem Dorf Mboro. Zwei Äcker der Pfarrei sollen für die Landwirtschaft und die Rinder-, Schweine- und Hühnerzucht fit gemacht werden. Dazu müssen Brunnen gebaut und instand gesetzt werden sowie auch Gebäude und Ställe.

Benötigt werden rund 68 000 Euro

Rund 68 000 Euro kostet dieses Vorhaben, und es gibt bereits erste Erfolge: Die Diözese Münster hat über 3000 Euro zugesagt, eine Hombergerin sogar 10 000 Euro gespendet. Das Sammeln geht weiter: Am 18. November etwa auf dem Herbstmarkt der Gemeinde mit einem Verkaufsstand . „Wir haben schon einen Grundstock zusammen, bis wir aber die gesamte Summe erreichen, wird es noch dauern. Das ist für uns ein Langzeitprojekt“, sagt Josef Jahrmarkt von der Senegalhilfe. Die übrigen Projekte des Vereins laufen außerdem weiter. So sammelt er in der Adventszeit wie gewohnt für hungerleidende Senegalesen.

Oliver Kühn



Kommentare
12.10.2012
09:17
Leider verpasst
von Willi-Otto-Stadt | #1

Verdammte Hacke, wieso erfahre ich erst hinterher von dieser Veranstaltung?

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