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Linke hat sich viel vorgenommen

26.01.2013 | 08:00 Uhr

Der Ortsverband Homberg/Ruhrort/Baerl stellt seine Vorhaben für das neue Jahr vor.

Mit neuem Elan startet die Linke nach ihrer Jahreshauptversammlung jetzt ins neue Jahr. „Wir sind bei den Menschen in Homberg, Ruhrort und Baerl angekommen. Wir haben uns im Bezirk etabliert“, freut sich der Ortsverbandsvorsitzende Lukas Hirtz. Mit rund zehn aktiven Mitgliedern habe man eine kleine, aber schlagfertige Truppe, die sich stark für die drei Stadtteile engagieren wolle.

„Wir hatten die Vorreiterrolle im Kampf um das Kombibad, und noch ist das Kombibad nicht verloren.“ Denn noch seien nicht alle juristische Kniffe ausgeschöpft oder die Suche nach alternativen Einsparmöglichkeiten beendet. Doch auch um andere Themen, die den Menschen unter den Nägel brennen, werde sich die Partei kümmern, verspricht Hirtz’ Vorstandskollege Karl-Heinz Trzaskaz. „Die Menschen wollen einen Gedenkstein für den ermordeten Sedat, und wir werden das für sie erreichen.“ Die Gedenkplatte in Hochheide sei am falschen Ort, grammatikalisch falsch, der lokale Bezug fehle und Fußgänger treten die Platte mit Füßen – das alles mache sie komplett ungeeignet. Helfen will die Linke überdies den Essenbergern, die sich gegen die Schließung ihres Friedhofs wehren.

Kümmern möchte sich der Ortsverband auch um ein ewiges Homberger Sorgenkind: die Augustastraße. „Wir brauchen zwar zunächst eine vernünftige Problemanalyse“, sagt Hirtz. „Aber der Ladenleerstand muss dringend thematisiert werden.“ Er könne sich vorstellen, auf der Homberger Einkaufsmeile einen Bücherschrank aufzustellen, dass dort ein Weltladen aufmache oder dass in leerstehenden Geschäften Kunstausstellungen stattfinden.

Einsatz für Jugendliche

„Wir müssen außerdem einiges für die Jugend tun. Es gibt viel zu wenig Freizeitmöglichkeiten im Bezirk, deshalb langweilen sich die jungen Leute“, sagt Hirtz, der mit seinen 23 Jahren weiß, wovon er spricht. Früher, erinnert sich Trzaskaz, habe es am Bismarckplatz eine Diskothek gegeben, doch heute gebe es in Homberg und Baerl kaum Angebote für die Jugend. Jugendarmut und -arbeitslosigkeit würden im neuen Jahre ebenso Themen für die Linkspartei sein, auch die Frage, wie man verhindern könne, dass die leerstehende Marktschule in Hochheide allmählich verrotte.

Natürlich werde auch Wahlkampf geführt. Hirtz tritt bei der Bundestagswahl im hiesigen Wahlkreis gegen Mahmut Özdemir (SPD) an. „Der Wahlkampf beginnt für mich erst im Monat vor der Wahl, jetzt mache ich erstmal Politik für die Menschen im Bezirk – das bin ich ihnen schuldig.“

Oliver Kühn



Kommentare
01.02.2013
14:20
Linke hat sich viel vorgenommen
von michaellange | #13

Helft den Jugendlichen! Für den Bolzplatz Haesen!

01.02.2013
08:40
Linke hat sich viel vorgenommen
von Zentrum | #12

In dem Moment, wo die Linken einsehen, dass dogmatische Grundsatzdiskussionen beim Bürger nicht ankommen und die Piraten feststellen, dass der Hype vorbei und somit Sachthemen im politischen Tagesstreit angesagt sind, können diese Parteien wieder i. S. Einfluss und Sympathie beim Wähler punkten.

Realpolitische Kernthemen wie z. B. Mindestlohn, Netzpolitik, Armutsgefährdung, Datenschutz, staatliche Bankenaufsicht, Integration und Transparenz sind die offenen Wunden der Jetztzeit.

Die Kommunalwahl 2014 im Bezirk Homberg/Ruhrort/Baerl wird von den Entwicklungen der Reizthemen Hochhausquartier Ottostr. ( Dank an Kun und SPD für die Ruinen und die Kosten, die der Steuerzahler dafür seit Jahren zu tragen hat …), EU-Zuwanderung, den ökologisch vertretbaren Neu-Gewerbeansiedlungen und den Versiegelungs- und Bebauungstendenzen im Grüngürtel Haesen bestimmt.


Glückauf

31.01.2013
20:14
Linke hat sich viel vorgenommen
von ulrics | #11

@ #10

Was haben Internetabstimmungen mit der Anwesenheit bei Stammtischen zu tun?

Wo habe ich geschrieben, dass die Piraten einen Infostand geplant haben? Die Piraten hatten geplant, die Sträucher selbst zu entfernen, weil der Anblick einfach nicht mehr ging. Ist dann schon ein seltsame Sache, wenn genau dies kurz darauf angeleiert wird.

Ich denke die Eigentümer sind gemeint nicht die Besitzer und solange kein anderer im Grundbuch steht ist immer noch der Eigentümer der drin steht verantwortlich. Wenn man sich auf den Kopf stellt findet man den Eigentümer bestimmt nicht, genauso wenig, wenn man gar nichts tut.

Vor 2 Jahren hatte Fromberger m.W. angeboten die Weißen Riesen für 1 Euro zu übernehmen und die Kosten für den Abriss aufzubringen. Da hätte die Stadt prima enteignen können und das Problem wäre gelöst gewesen.

31.01.2013
11:13
Linke hat sich viel vorgenommen
von Kroesus | #10

#8 wieviele sind denn bei den Piraten an den Stammtischen anwesend,nehmen denn an Internetabstimmungen teil? Alle Parteitreffen sind öffentlich.
Sie glauben wirklich, der politische Druck im Rathaus kam daher, weil die Piraten in den groß besuchten Stammtischen einen Infostand zum Thema Hochhäuser geplant haben?Prost!

#9 ist Ironie Ihnen ein Begriff? Den Sozialismus ausrufen, war als Beispiel gemeint, dass Parteien nichts unrealistisches machen bzw. versprechen sollen.Das haben die Linken getan,finde ich in Ordnung.
Wenn die Besitzer der Hochhäuser illegal gewechselt haben, bzw. den Besitzwechsel nicht mitgeteilt haben, kann sich die BV auf den Kopfstellen und findet den Besitzer nicht raus. Selbst wenn sie den haben, kann sie nur den Rat bitten das Land zu bitten, das Duisburg die Häuser enteignen darf. Und dann ist immer noch kein Geld dafür da, weil Bund und Land Duisburg aushungern...

Ich bleibe dabei: Es ist gut, wenn Parteien, das anpacken, wo es ne Chance der Umsetzung gibt

31.01.2013
06:25
Linke hat sich viel vorgenommen
von distane | #9

@# 7


Also mal ganz ehrlich: Aus welchem Fundus holt man solch abstruses Gedankengut??
"Sozialismus ausrufen"???
Sorry, bei Ihren Äusserungen sehe ich leider keinen realistischen Bezug...

Die Probleme, welche ich sehe, die sieht (und erfährt) j.e.d.e.r., der in Homberg Hochheide lebt: Die "weissen Riesen".

Des weiteren: Schon ein starkes Stück, dass Sie so genau über meinen Tagesablauf Bescheid wissen. Wenn Sie D.A.S. wissen, dann wissen Sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch ziemlich genau, wie man die Probleme in Homberg Hochheide in den Griff bekommt, oder?

Während ich dann den Rest des Tages in meinem langweiligen Mecker-Leben weiter vor dem PC verbringe, warte ich dann auf Ihre fundierten Vorschläge... ;-)

29.01.2013
18:56
Linke hat sich viel vorgenommen
von ulrics | #8

@ #7

Im Gegensatz zu den anderen Parteien machen die Partei nichts im Hinterzimmer. Selbst die Stammtische sind immer offen.
Natürlich hat jemand von Stadtspitze oder Stadtrat druck gemacht für die Säuberungsaktion. Das steht ja wohl außer Frage, die Frage ist vielmehr nach den Motiven. Da wäre die zufällig vorher von den Piraten überlegte Aktion und natürlich der Bericht im WDR zum Angstraum Hochheide.

Wobei die Aktion natürlich auch eher halbherzig war. Im Eingangbereich wurde alles abgeholzt. An der Seite zum roten Weg und hinter dem Gebäude wuchert es immer noch. Rot-Rot-Grün hat wohl noch immer nichts unternommen den Eigentümer dingfest zu machen um die rund 2 Millionen Schulden endlich mal einzutreiben.

Wo haben die Piraten etwas versprochen?

29.01.2013
09:11
Linke hat sich viel vorgenommen
von Kroesus | #7

#5 das finde ich interessant: die Piraten planen in irgendeinem Hinterzimmer oder in irgendeinem Forum in der Pampa des Internets eine Aktion und auf Grund dieses Drucks springen die WBD? Meinen Sie nicht, dass es dazu eher politischen Druck in den Aufsichtsgremien, wo rot-rot-grün die Mehrheit hat, bedarf?

#6 was wollen Sie denn? Dass die Linken morgen den Sozialismus auf dem Bismarckplatz ausrufen? Das wäre ja noch schöner. Ich finde es gut, wenn die Parteien, vor Ort das machen, was sie für die Bürger durchsetzen können. Und nicht sich nicht wie die Piraten vollkommen überschätzen und unrealistische Versprechungen machen...
Wenn Sie Probleme sehen, dann engagieren Sie sich. Nur zu Hause vor dem PC hängen und meckern bringt nichts...

29.01.2013
06:52
Linke hat sich viel vorgenommen
von distane | #6

Das sind ja ganz, ganz tolle Pläne, die die Linke hat- und zur Krönung tanzen wir dann alle unsere Namen auf dem Hochheider Markt, weil es ja sonst keine Probleme in Homberg gibt!

28.01.2013
13:48
Linke hat sich viel vorgenommen
von ulrics | #5

@ #4

Die Linke ist im Stadtrat seit mehreren Jahr hätte also schon längst einige der Punkte in Angriff nehmen können. Das jetzt im Wahlkampf zu fordern aber trotz der Möglichkeit vorher nichts getan zu haben finde ich seltsam.

Erst einmal haben die Piraten überhaupt wieder auf die weißen Riesen aufmerksam gemacht. Und die Beseitigung des Mülls geschah erst nachdem die Piraten bereits eine Aktion in dieser Richtung geplant hatten. Jahrelang geschah da gar nichts. Finde ich schon ein seltsamer Zufall. Hatte dazu auch geboggt.

In der Einwohnerfragestunde im November 2012 hat die Bezirksvertretung bei der von Piraten vorbereiteten Frageliste ziemlich gemauert. Es scheint, als wäre die Grundproblematik noch nicht einmal angegangen worden. Den Eigentümer ausfindig zu machen. Auch über die rund 2 Millionen an Schulden die mittlerweile auf der Ruine lasten, wollte die BV nicht eingehen.

28.01.2013
09:10
Linke hat sich viel vorgenommen
von Kroesus | #4

Gibt schon ein paar mehr Probleme im Bezirk als die Linken hier ansprechen. Aber die Schwerpunktsetzung ist schon in Ordnung. Und außerdem haben wir ja noch mehr politische Akteure in der BV. Oder regieren die Linken HoRuBa jetzt alleine.

Was machen denn die Piraten wegen der weißen Riesen? Der von den linken vorgeschlagene Baudezernent Carsten Tum kümmert sich um das Thema und macht da mehr, als nur mal an nem Infostand Hochhäuser aus Styropor umzuschmeißen...Die Ruinen wurden auf Druck der rot-rot-grünen Kooperation auf die WBD mal vom Müll befreit...

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