Krupp-Gymnasiasten setzen buntes Zeichen für Toleranz

Was wir bereits wissen
Krupp-Gymnasium beteiligte sich an der landesweiten Mottowoche und wählte das Thema „Color Splash“, um auf die Verschiedenartigkeit der Menschen hinzuweisen.

Duisburg-Rheinhausen..  In den Gymnasien in ganz NRW ist die letzte Woche vor den Osterferien immer Mottowoche. Für die Abiturienten heißt das, sich jeden Tag aufs Neue möglichst originell und extravagant zu verkleiden. Jeder Tag hat dabei sein eigenes Motto. So liefen in dieser Woche Rentner, Kindheitshelden, „Asis“ und Horrorgestalten durch die Schule.

So hatte das Krupp-Gymnasium mit dem Motto „Color Splash“ eine besondere Premiere. Das Konzept ist schnell erklärt: Die weiße Kleidung wird mit einem Farbpulver, dem „Gula“, bunt gemacht. Dabei entstehen beim Hochwerfen in der Gruppe faszinierende Bilder. Das Motto orientiert sich an den Holi-Festivals und den Color Runs, die in Deutschland seit einigen Jahren immer populärer geworden sind.Ursprünglich aber stammt der Trend aus Indien, bei dem im Hinduismus der Sieg des Frühlings über den Winter gefeiert wird. Dabei sollen auch böse Geister vertrieben werden. Einen Tag im Jahr sind alle Schranken wie Kaste, Geschlecht und Alter aufgehoben.

„Das ist der Gedanke den wir aufgreifen. Wir Menschen sind bunt - nicht gleich. Aber wir sind gleichwertig. Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit, sexuelle Ausrichtung, Nationalität oder Migrationshintergrund sagen nichts über unseren Wert aus“, betont der Abiturient Moritz Krüger, der maßgeblich an der Planung des Projektes beteiligt war.

Vor allem als Europaschule wollen die Abiturienten ein Zeichen setzen. „Wir wollen zeigen, dass wir bunt sind. Und vielfältig. Und wir wollen ein Zeichen für Toleranz setzen“, betont die Stufensprecherin Ronja Kerßenboom. Die Begeisterung war groß. Während der ganzen Aktion versammelten sich die Schüler auf dem Pausenhof, um das Spektakel mitzuerleben. Und auch die Abiturienten feierten ausgelassen das „Farbenfest“. Das Projekt wurde in enger Absprache mit der Schulleitung geplant. Diese unterstützte die Farbaktion und zeigte sich zufrieden und sichtlich erleichtert über den friedlichen Ablauf ohne eine Verschmutzung des Schulgebäudes.

„Eine wichtige Aktion“

Anhang einiger Fakten wollen die Schüler untermauern, wie wichtig die Aktion ist: „So hat Duisburg derzeit einen Ausländeranteil von 17,25 Prozent. Und das inzwischen leere ,Problemhaus’ In den Peschen ist nur wenige Minuten von der Schule entfernt.