Krebserregender Stoff - Initiative warnt vor Kraftwerk
16.03.2010 | 19:55 Uhr 2010-03-16T19:55:00+0100
Duisburg. Die Initiative „Kein Grubengas-Kraftwerk in Baerl“ stellte jetzt neue Erkenntnisse vor. Sie behauptet, dass der krebserzeugende Stoff Formaldehyd in die Umwelt gelangt, wenn man Grubengas verbrennt. Zudem machen sich die Mitglieder Sorgen um Lärmbelästigung, sollte das Werk gebaut werden.
Erschrocken sahen die Gesichter der Baerler aus. Grund dafür: der Vortrag der Initiative „Kein Grubengas-Kraftwerk in Baerl“ (BI). Die BI stellte ihre neuen Erkenntnisse in Sachen Grubengas-Kraftwerk vor. Seit zwei Jahren wehren sich die Baerler gegen das geplante Werk von Mingas Power.
„Das Kraftwerk ist nicht umweltfreundlich“, sagt Thomas Balitzki-Schulze, Sprecher der Initiative. Eher im Gegenteil: Er behauptet, dass durch die Verbrennung des Grubengases der krebserzeugende Stoff Formaldehyd in die Umwelt gelangt. Formaldehyd ist ein chemischer Stoff, der bei der Verbrennung von Grubengas als Abfallprodukt entsteht. Dieser würde durch die Anlage unkontrolliert in die Umwelt geschleudert werden, so der Sprecher der Initiative. Dies bekam er von mehreren Experten bestätigt.
Ping-Pong-Spiel um Anträge geht weiter
Aber nicht nur der krebserzeugende Stoff sorgte für erschrockende Gesichter, auch über den Lärmpegel in Duisburg-Baerl macht sich die Initiave ihre Gedanken. Deshalb klagen sie momentan gegen die Bezirksregierung Arnsberg. „Mingas Power gibt in Arnsberg immer wieder fehlerhafte Anträge ab.“ sagt Balitzki-Schulze. „Denn die Gewinnungs-Genehmigung für Mingas ist immer noch nicht bestätigt worden durch die Bezirksregierung .“
Die Genehmigung würde der Firma Mingas erlauben, eine Leitung durch das Bohrloch zu verlegen, bis hin zur Verdichtungs-Station in das Binsheimer Feld. Allerdings ist die Bohrung darin nicht enthalten. „Der Antrag dafür wurde noch nicht abgegeben.“, berichtet Baltzki-Schulze weiter. Und so hofft die Initiative, dass sie wieder ein Jahr lang Zeit gewonnen hat. Denn nur bis zum August darf gebohrt werden, danach würde das Wasser in der Grubengas-Höhle unter Baerl zu hoch sein.
Aber ausruhen und Tee trinken, das wollen die Baerler nicht: „Wir müssen härtere Töne anschlagen!“, fordert Alexandra Erwig, Gründungsmitglied der BI, von den anwesenden Bürgern. So fordert die Initiative immer noch mehr Unterstützung von der Stadt. Wie das aussieht, können Interressierte am 25. März im Bezirksamt Homberg ab 16.30 Uhr sehen.
21:23
@17:
Können Sie denn die ökologisch relevanten Daten (Schadstoffausstoß, Schallemission, sonstige Umweltbelastung) für einen durchschnittlichen Telefonverteilerkasten und einen Bürgersteig angeben, sodass Ihr Vergleich mit einem Methangaskraftwerk für uns nachvollziehbar wird?
Wenn aus Ihrer Ecke nicht bald stichhaltige Argumente kommen, nehme ich an:
Sie haben gar keine! (Oder Sie wollen sie nicht verraten.)
19:08
Die Anlage in Baerl ist mit der an der Kohlenstrasse nicht zu vergleichen. Die Kohlenstrasse enthält 2 Module, die kleiner sind als die geplanten 4 in Baerl. Ausserdem laufen diese an der Kohlenstrasse nicht ständig, da das Gasvorkommen nicht gross genug ist, wie die Firma Mingas selber angibt. Die Anlage steht mit doppelt so grossem Abstand von den Wohnhäusern entfernt und es liegen Gebäude dazwischen, die auch schallmindernd wirken dürften. Die Anlage in Baerl wird den Lärm von 200 PKW mit Dieselmotoren, die Tag und Nacht voll Power laufen, ausstossen, ist deutlich näher an der Wohnbebauung und es gibt keine schallachützenden Gebäude dazwischen. Das ist doch ein grvierender Unterschied.
18:30
Also hier wird doch recht bezeichnend in gut und böse eingeteilt. Anscheinend haben einige hier wunde Stellen aufgezeichnet und wer andere Meinungen einfach als schwachsinnig abtut, richtet sich selbst.
Wie groß wird denn die größte Anlage nun wirklich sein? Wirklich sooo viel größer als auf der Kohlenstrasse?
14:56
Jetzt reichts aber mit den Beschimpfungen gegen die BI. So eine schwachsinns Kommentar wie der von ich brauche keinen Strom und von diversen anderen Verfassern kann nur jemand von sich geben, der sich in keinster Weise mit dem Thema beschäftigt hat oder bei dem der Grips nicht reicht, sich damit zu befassen. Bei der in Baerl geplanten Anlage handelt es sich in keinster Weise um eine Kleinanlage, sonder um eine der grössten, die es im Moment gibt. Ausserdem dient sie nicht dem Umweltschutz, sonder belastet noch eher mit Ihren Abgasen. Das hat für die Menschen und die Natur in Baerl erhebliche negative Auswirkungen. Dies ist auch von mehreren Sachverständigen bestätigt. Auch die Träger öffentlicher Belange in Duisburg haben sich nach erfolgter Prüfung ablehnend gegen das Vorhaben ausgesprochen. Diese Anlage gehört einfach nicht in ein Wohngebiet, Wasserschutz-,Landschaftsschutz- und Vogelschutzgebiet.
Und noch eine kleine Anmerkung zu den anonymen Kommentatoren: ich finds einfach nur feige so eine Schwachsinn zu verbreiten und seinen Namen nicht zu nennen. Anonym kann man sich ja gut verstecken. Wovor habt Ihr Angst?
14:01
für so eine kleinanlage machen sie so ein fass auf?
man stelle sich das mal in einem anderen stadtteil vor.
anlagengröße: ca. die fläche von einem container, lärm: so gut wie nicht vorhanden, emmissionen: nahe null, ökologisch: sinnvoll, energetisch: ein muss.
warum klagen sie nicht gegen einen telefonverteilerkasten, oder einem bürgersteig?
dass sie sich gehör verschaffen konnten -wenn es denn stimmt- wäre der eigentliche skandal!
13:49
An alle Kritiker ,
ich lade sie herzlich ein, an unserem nächsten Informationsabend teilzunehmen.
Schade, dass Sie bisher nicht die Zeit aufbringen konnten.
Wir stehen immer für eine inhaltliche und konstruktiv geführte Diskussion zur Verfügung.
Unsere Anliegen konnten wir bisher mit einer sehr sachbezogenen, zielstrebigen und ergebnisorientierten Vorgehensweise anbringen.
Damit haben wir uns auf allen Ebenen Gehör und Anerkennung verschafft.
Selbst die Vorhabenträgerin Mingas musste eingestehen, das Fehler unterlaufen sind.
Unter www.baerler.de können Sie in Kürze nachlesen, wann der nächste Baeler- Info- Abend im April stattfinden wird.
Ich freue mich auf Ihr Kommen.
Alexandra Erwig
Gründerin der BI
Kein Grubengaskraftwerk in Baerl
20:45
Gegen das Methangaskraftwerk!
@1,2,4,5,7,8,12,14
(Man glaubt gar nicht, wie viele Kommentatoren in/an der Kohlenstr. glücklich direkt neben dem Kraftwerk wohnen, die Abkürzung USV benutzen und sich gleichzeitig wegen der Zersiedelung von Baerl Sorgen machen.
Sorry, konnte ich mir nicht verkneifen, Fa. Mingas! Ganz großes Kino.)
In Ihren Diskussionsbeiträgen vermisse ich allerdings ernst zu nehmende Argumente zum Thema. Vielleicht wäre es anders, wenn dieses Forum nicht anonym wäre.
Ja, ich wohne in Baerl. Ich halte Kraftwerke für notwendig und trete für die Nutzung von echten erneuerbaren Energiequellen ein.
Weil mir die Sache sehr am Herzen liegt, möchte ich noch einmal versuchen, einige Argumente klar zu formulieren.
Wer anderer Meinung ist, möge bitte deutlich zu den einzelnen Argumenten Stellung nehmen.
1) Belegt ist: Wenn das Methan unter Baerl nicht gefördert und verbrannt wird, entsteht kein Umweltschaden.
2) Es ist keine Kraft-Wärme-Kopplung geplant. Mit der bei der Methanverbrennung anfallenden Abwärme wird ein großer Teil der nutzbaren Energie an die Umgebung abgegeben.
3) Belegt ist: Die von Mingas geplante Anlage belastet die Umwelt durch Lärm, Formaldehyd, Abgas, Abwärme und erheblichen Industriebetrieb.
4) Bis hierhin folgt, dass die Umwelt-Argumentation von Mingas nicht haltbar ist.
5) Übrig bleibt der Plan von Mingas, eine umweltschädigende Industrieanlage ohne Nutzen für die Allgemeinheit in ein Wohngebiet und an den Rand eines Naturschutzgebietes zu bauen.
6) Es gibt also keinen vernünftigen Grund, dieses für Mingas wirtschaftlich offenbar interessante Projekt öffentlich zu fördern.
7) Industrieanlagen wie die hier geplante haben in Wohngebieten, Naturschutzgebieten, Trinkwasserschutzgebieten nichts zu suchen.
8) Eine solche Anlage sollte also nicht genehmigt werden.
Ich hoffe auf eine sachliche Diskussion und wünsche ein schönes Wochenende!
17:08
Ich wohne an der Kohlenstrasse! Also weiss ich wovon die Rede ist und die BI baut einen unheimlichen Popanz auf!
Wir haben wirklich andere Sorgen und die Zersiedlung Baerls ist eine davon. Keine rechteEinkaufsmöglichkeit und ständiges Autofahren belasten viel mehr!
13:29
Wie viele von den Kommentatoren haben denn schon ein Grubengaskraftwerk in ihrer direkten Nachbarschaft?
Wie viele von diesen Kommentatoren kennen sich den wirklich mit der Materie aus?
Stellt euch nicht so an und Es wird schon nichts passieren überzeugen mich nicht wirklich.
Ich bin sehr froh, daß die BI hier so hartnäckig und vor allem qualifiziert arbeitet und sich durch alle Anträge sehr detailiert durcharbeitet.
Es ist ja eine sehr bequeme Behauptung, daß aller Wiederstand von der Baerler-Immobilien-Lobby ausgeht.
Würde Mingas hier auch ein Kraftwerk bauen wenn es keine EU-Fördermitel geben würde?
23:32
Ungefähr so Null, wie die von ihnen beschworenen Angstszenarien.
Die Menschen haben schnell begriffen, woher bei ihnen der Wind weht, Herr BS.
Mal die Immobrille geputzt und schon konnten sie klar denken, gelle.
Ich jedenfalls hoffe, dass Mingas diese sinnvolle Anlage aufstellt.