Kraftwerk: Rat will letzte Hürde aus dem Weg räumen
22.06.2009 | 17:38 Uhr 2009-06-22T17:38:00+0200Umweltschützer bilden am Dienstag Spalier vor dem Krefelder Rathaus.
Im Krefelder Rat wird man heute eng zusammenrücken. Zum einen, weil eine Mehrheit eine weitere Hürde gegen das geplante Kohlekraftwerk aus dem Weg räumen wird, zum anderen aber auch im räumlichen Sinn. Denn es könnte Platznot herrschen im Saal des Seidenweberhauses: Die Kritikerfront hat ihre Mitstreiter ebenso zur Teilnahme aufgerufen wie der Betriebsrat die Chempark-Mitarbeiter.
Der Niederrheinische Umweltverein (NUV) will mit der Rheinhauser Bürgerinitiative „Saubere Luft” ab 17.45 Uhr vor dem Seidenweberhaus Spalier stehen, wenn die Krefelder Ratsleute zur Sitzung (Beginn: 18 Uhr) schreiten. Da der Currenta-Betriebsratschef die Mitarbeiter schriftlich zur Teilnahme aufgefordert haben soll, versucht der NUV-Vorsitzende Ulrich Grubert ebenfalls möglichst viele Kritiker zu mobilisieren: „Wir sollten auch in möglichst großer Zahl mit Transparenten anwesend sein, um unsere Ablehnung deutlich zu machen.”
In der letzten planmäßigen Sitzung des Krefelder Rates vor der Kommunalwahl soll die im Vorjahr beschlossene Veränderungssperre, die den Bau mit Hilfe des Planungsrechts vorläufig verhindert, wieder aufgehoben werden. Eine Mehrheit gilt als sicher, weil sich der CDU-Fraktionschef Wilfrid Fabel bereits im Vorfeld festgelegt hat.
Hintergrund ist die öffentlich-rechtliche Vereinbarung zwischen Trianel und der Stadt Krefeld. „Der Entwurf liegt nach unseren Informationen nunmehr vor. Damit sind die von der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Krefeld gewünschten Bedingungen und Ergänzungen von Trianel und Currenta akzeptiert”, sagte Fabel. Zudem würden ergänzende Erklärungen von Currenta sowie von Bayer Real Estate als Grundstückseigentümerin vorliegen.
Derweil hat die Trianel-Projektgesellschaft bei der Versammlung ihrer 22 Gesellschafter aus Stadtwerken und regionalen Energieversorgern ihren „festen Willen” bekräftigt, das Projekt „zügig voranzutreiben”. Von der Politik erwarte man heute Abend „klare Signale”, sagte der Vorsitzende Sven Becker: „Zwischen der Stadtverwaltung und Trianel sind faktisch alle Voraussetzungen für den Kraftwerksbau geschaffen worden. Jetzt ist die Kommunalpolitik am Zug. Wir hoffen auf die notwendigen Entscheidungen, um den Weg für die Milliardeninvestition frei zu machen.”
Becker, der zugleich Sprecher der Trianel-Geschäftsführung ist, bezeichnete die geplante Anlage als „nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch das wohl attraktivste Kohlekraftwerksprojekt in Deutschland”.
19:35
Hi CaptainWillard,
aber ich muss leider sagen: Nix perfektes Timing!
Total übles prekäres Timing. Diverse Schleichsocken dieses unseres Ruhrgebiets haben als ein - wie es sich herumspricht als Reviertratsch - Madenwerk von Systemfuzzies den Karren massiv in die Polder gefahren.
Gegift Dich wohl mit dem Kraftwerk Uerdingen, mein Sohn des Reviers - oder planst Du auch den Migger?
23:18
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23:14
Das nenne ich Timing
23:13
Meine Position: Wenn erkennbar wird, das Kraftwerk Uerdingen verbreitet Feinstaub, hau ich aus Der Westen Duisburg ab. Ich mach den Migger!
23:12
Richtig - medienpräsent.
Nennt man Stakeholdermanagement.
Warum muss es ein Kohlekraftwerk sein?
Koks haben wir im Überfluss.
Schnieeeefffff
23:11
@ von Holle
Eine Bitte an die WAZ-Moderatoren: Wenn sich Kommentare gegen Personen und ihre unverwechselbare Eigenarten wenden, stirbt ein Kommentarfaden, so Erfahrungen des Stadtteil-Blogging.
Die Geschäftsbedingungen sollten anraten, sich nur mit den Argumenten der Kommentare auseinandersetzen, sonst würde ich behaupten, @ von Holle ist einer der Ewig-Hiergebliebenen - oder so und so. Aber das tue ich ausdrücklich nicht!
12:03
Trotz der Wirtschaftskrise hat die BAYER AG jüngst eine Rekord-Dividende
ausgeschüttet. Gleichzeitig werden von der Politik weitere Wohltaten
eingefordert und die Arbeitnehmer zu Arbeitszeitverkürzungen, Zwangsurlaub
und Lohnsenkungen gezwungen. Wir müssen an den Prinzipien der freien
Marktwirtschaft festhalten. Alles andere wäre auf lange Sicht verheerend,
so lautet der verheerenden Lage der freien Marktwirtschaft zum Trotz das
Credo von Konzern-Chef Werner Wenning.
10:34
Wenn ich diese dummen Kommentare hier lese, kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
Fakt ist, dass das große neue Kraftwerk viel weniger Emission hat als die beiden Alten !
Vor dem Mundwerk Gehirn einschalten, das funktionoert aber leider bei den meisten Leuten nicht mehr !!
23:22
Die Politiker des Niederrheins runieren unsere schöne Heimat. In den Blogs rührt sich massiver Widerstand: http://jakobswege.wordpress.com/2009/06/23/kraftwerk-uerdingen-ruiniert-standort-krefeld/
Wenn die Politik und Verwaltung weiter so macht, packt ich den Koffer und mach den Migger. Die können doch allein ihren Blockmist auslöffeln. Wir sollten einmal eine Anfrage stellen, wie viele von diesen Typen einen Spray für die Bronchien wegen Feinstaub brauchen. Ich kenn einen Ratsherrn mit 40 Jahre Mandat im Ruhrgebiet und kaputte Lunge. Der hustet nicht mehr lange weiter, erst recht nicht, wenn das Kraftwerk Uerdingen auch noch bläst.
21:25
mach am besten das ganze werk zu!