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Kohleumschlag vor den Toren Hohenbudbergs

07.09.2009 | 18:17 Uhr
Kohleumschlag vor den Toren Hohenbudbergs

Die Stadt Krefeld hat am Montag die Pläne für die Hafenerweiterung vorgestellt: Am Anleger unmittelbar neben dem Bayer-Casino soll 2,4 Millionen Tonnen Kraftwerks-Kohle pro Jahr umgeschlagen werden. Kosten: 20 Millionen Euro.

Während Umweltschützer im Duisburger Westen noch hoffen, das geplante Groß-Kohlekraftwerk kurz hinter der Stadtgrenze in Krefeld-Uerdingen zu verhindern, gibt sich die Gegenseite zuversichtlich und geht bei den Plänen bereits ins Detail. So stellte der Geschäftsführer des Krefelder Hafens, Rainer Schäfer, jetzt die ersten Pläne für die neue Umschlagstelle am Rhein vor, über die die per Schiff angelieferte Kohle zum Kraftwerk gelangen soll.

Der Anleger soll auf Höhe des Bayer-Casinos, also kurz vor den Toren der Eisenbahnsiedlung, errichtet werden und groß genug sein, um zwei Binnenschiffe oder einen Koppelverband von 185 Metern Länge mit einer Ladung von rund 5 000 Tonnen Kohle bedienen zu können.

Rund 2,4 Millionen Tonnen sollen pro Jahr über den Fluss nach Uerdingen geliefert werden. Wie vom Krefelder Stadtrat gefordert, geschieht dies über ein „eingehaustes” Laufband, so dass beim Transport möglichst wenig Staub aufgewirbelt wird.

Zwei Ladekräne werden die zuvor angefeuchtete Kohle von den Schiffen greifen und in einen Trichter entladen. Das ist laut Schäfer der einzige Punkt, an dem Emissionen entstehen können. Die bewegen sich um die zwei Mikrogramm Kohlestaub pro Kubikmeter Luft, vor einer Hintergrundbelastung von 17 Mikrogramm, laut Schäfer „unter Umweltgesichtspunkten ein Spitzenwert”, zumal die Belastung nur in 200 Metern Umkreis nachweisbar sei.

Jetzt ist die Bezirksregierung Düsseldorf am Zug, bei der die Stadt Krefeld den Antrag für die entsprechende Ausweitung des Hafengebiets gestellt hat. Am 17. September steht eine erste Prüfung an. Das ganze Genehmigungsverfahren wird frühestens im November 2010 abgeschlossen sein, an Bauzeit wird mit einem Jahr gerechnet. Mit dem Bau der rund 20 Millionen Euro teuren Anlage wird allerdings nur begonnen, wenn auch das Kraftwerk in Bau ist.

Matthias Oelkrug

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Kommentare
08.09.2009
18:57
Kohleumschlag vor den Toren Hohenbudbergs
von lacher | #6

Naja keine 500m weiter ist ein Naturschutzgebiet, passt in die LAndschaft:)
Da das Unternehmen seine Forschung nach Leverkusen verlegt, wieso noch ein Kraftwerk? Ein Argument ist doch gewesen das der Standort Üerdingen doch gefährdet sein?
Naja denke das in Üerdingen demnächst die größte Glühbirne der Welt steht:)

08.09.2009
09:10
Kohleumschlag vor den Toren Hohenbudbergs
von rudi karell | #5

klagen ist ne gute idee! bin dabei

08.09.2009
08:48
Kohleumschlag vor den Toren Hohenbudbergs
von KlagerKlager | #4

Ihr klagt? Ja? Super! Danke!

07.09.2009
23:32
Kohleumschlag vor den Toren Hohenbudbergs
von böhser Naturschützer | #3

Nicht verzagen.
WIR KLAGEN

07.09.2009
23:31
Kohleumschlag vor den Toren Hohenbudbergs
von böhser Naturschützer | #2

Nicht verzagen...WIR KLAGEN !

07.09.2009
21:10
Kohleumschlag vor den Toren Hohenbudbergs
von CaptainWillard | #1

Datt iss ja wie in juten alten Zeiten im Pott.


Jede Menge Kohle

(Ein Film - von 1981 - preisgekrönt)

Originalzitat:

Satt? Satt gibbet nich - entweder man hat Hunger - oder eim iss schlecht)

Hähähä >:-)

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