Kohlekraftwerk trotz hoher Feinstaub-Belastung geplant
03.09.2009 | 11:19 Uhr 2009-09-03T11:19:00+0200
Krefeld. Dicke Luft im Krefelder Hafen. Der genehmigte Grenzwert der Feinstaub-Belastung wurde in diesem Jahr bereits überschritten. Trotzdem sieht das Unternehmen Trianel kein Hindernis für das geplante Kraftwerk: Der Kohleumschlag soll weiter stromabwärts entstehen.
Der Krefelder Rheinhafen hat ein Feinstaub-Problem: An 36 Tagen - und damit das eine entscheidende Mal öfter als zulässig - wurde in diesem Jahr am Uerdinger Logistik-Standort der genehmigte Grenzwert der Feinstaub-Belastung überschritten, teilte das Landesumweltamt Anfang der Woche mit. Pikant: Mit dem Zementwerk und dem Trianel-Kohlekraftwerk im Chempark stehen in Uerdingen gleich zwei Industrieprojekte in der Warteschleife, die laut ihren Kritikern die Feinstaub-Belastung noch einmal deutlich vergrößern werden.
Den Schuh mag sich der potentielle Kraftwerksbetreiber, der Aachener Stadtwerke-Verbund Trianel, freilich nicht anziehen: Zum Einen sei die Anlieferung und Lagerung der Kohle zwar sehr wohl in Uerdingen, aber nicht im eigentlichen Hafengelände vorgesehen: Der von Trianel und der Krefelder Hafengesellschaft eigens dafür geplante neue Anleger soll gut zwei Kilometer nördlich, etwa auf Höhe des Bayer-Casinos, entstehen.
Bürgerinitiative spricht von neuem „Stolperstein”
Laut Unternehmenssprecher Elmar Thyen ist die Feinstaubbelastung durch den Kohleumschlag ohnehin örtlich eingegrenzt und vergleichsweise niedrig: „Bis die Kohle in Krefeld angelandet wird, wurde sie schon mehrfach umgeladen und hat kaum noch Staub, der freigesetzt werden könnte.”
Das Kraftwerks-Projekt, so Thyen, sei also durch die Feinstaub-Problematik im südlichen Hafen nicht berührt. Norbert Bömer von der Rheinhausener Bürgerinitiative „Saubere Luft” sieht sich in den Nachrichten dagegen sehr wohl bestätigt: „Natürlich ist die Kohleverladung eine weitere Feinstaub-Quelle, da wird Trianel Akzeptanzprobleme bekommen. Und wir freuen uns natürlich über jeden Stolperstein für die Pläne.”
Der für das Kraftwerk geplante „Nordanleger” ist nicht die einzige Hafen-Erweiterung: Der Hafen wird seit 2007 von der „Hafen Krefeld GmbH & Co. KG”, dem Nachfolger der städtischen Hafen- und Bahnbetriebe Krefeld , betrieben. Seit 2008 besteht außerdem eine in Partnerschaft mit der Nachbargesellschaft „Neuss-Düsseldorfer Häfen”. Laut Betreiber hat er ein Gesamtvolumen von über vier Millionen Tonnen und ist damit der viertgrößte öffentliche Binnenhafen in Nordrhein-Westfalen. Der Hafen verfügt über eine Krananlage mit 200 Tonnen Hebeleistung sowie verstärkte Kaianlagen, die einen Mobilkranumschlag von 450 Tonnen ermöglichen. Die neueste Erweiterung ist das 2008 reaktivierte und erweiterte Containerterminal, mit dem in Zukunft Umsätze von 50 000 Containerbewegungen möglich sein sollen.
Zementwerk liegt bei der Bezirksregierung
Im Gegensatz zum Kohlekraftwerk liegt das geplante Zementwerk (wir berichteten) sehr wohl in Hafennähe. Umweltschützer, darunter auch Bömer, gehen von einer beträchtlichen Umweltbelastung aus, da in einem solchen Werk „letztendlich erhebliche Mengen an Abfällen verarbeitet werden.” Allerdings ist dessen Genehmigung ohnehin in der Schwebe: Der Krefelder Stadtrat hat dem Projekt das „städtebauliche Einvernehmen” verwehrt, sprich: den Bauantrag abgelehnt. Nun ist die Bezirksregierung am Zug.
07:23
Leute, stellt euch doch nicht so an wegen dem bischen Staub! Wo gehobelt wird fallen Späne und die Zeiten wo nach 10 Min. lüften der Hemdkragen schwarz war sind auch vorbei.
Also -Rabotti rabotti - der Schornstein muß rauchen...
23:16
Ich kann mir vorstellen, Krefeld macht einst Schlagzeilen Demographie Krefeld: Birne wie Samt und Seide - Die Jakob-Krefeld-Krankheit ... und alles nur wegen des Kraftwerk Uerdingen. Schade, wie ein gewisses Gesöcks die schöne Stadt Krefeld so kaputt gemacht hat.
23:14
Das ganze Bayer Werk muss weg! GEGEN BAYER!!!!! Weg damit und endlich ZU diese gefährliche bude!!!!!
15:04
Na klar, ist doch einfach! Alle Dieses-PKW zwangsweise stilllegen, müsste sich doch irgendwie machen lassen. Die demnächst doch so leidgeprüften Autohändler wirds freuen, und Bayer auch, dann können die locker weitermachen. Also los - wozu werden die Lobbyisten denn fürstlich bezahlt?
13:58
Kohlekraftwergk trotz hoher Feinstaub-Belastung? Hauptsache wir Autofahrer mussten die Plakette kaufen. Aber es ist wie immer in Deutschland: An die großen wagt sich die Politik nicht ran, der kleine wird ausgebeutet.
12:50
Hey Bürger, unterbrecht mal euren Schlaf. Bald ist Bundestagswahl. Auf dem Wahlschein findet ihr Mattes Schneider, ja der von der BI SAUBERE LUFT, den solltet ihr wählen!
08:22
Sollen die raffgierigen Bayer-Manager doch in ihrem eigenen Dreck ersticken!!! Wo immer deren Villen stehen, sollen nebenan Kohlekraftwerke gebaut werden, nicht aber bei uns. Wir wollen euch nicht, haut ab und nehmt euren Dreck mit!!!
21:14
Wer sich weiterhin in den Reviergeist einhüllt, der macht Dreck und erhält Dreck.