Katholische Gemeinde segnet auch gleichgeschlechtliche Paare
16.02.2010 | 18:05 Uhr 2010-02-16T18:05:00+0100Homberg. Die Segnungsfeier am Sonntag, 21. Februar, in der Liebfrauen-Kirche richtet sich an "alle Formen der Partnerschaft". Auch gleichgeschlechtliche Beziehungen, denen die katholische Kirche bekanntlich die Anerkennung versagt, will die Gemeinde nicht ausschließen.
Die katholischen Kirchengemeinden in Homberg laden am kommenden Sonntag erstmals in einer gemeinsamen Aktion zu einer „Segnungsfeier für Liebende” ein. Ob neu, langjährig oder frisch verliebt, ob „alte Ehehasen” oder Paare mit einem Jahrestag oder einem Jubiläum, ob glückliche Paare oder solche, die es derzeit nicht leicht miteinander haben: „Ausdrücklich sind alle Formen der Partnerschaft und Liebe herzlich eingeladen”, heißt es in dem Aufruf.
Gemeindeleben nicht an der Wirklichkeit vorbei
Eine Frage, die sich dabei unverweigerlich stellt: Zählen dazu auch gleichgeschlechtliche Paare, deren Beziehungen die Katholische Kirche bekanntlich nicht anerkennt? „Wenn in dem offenen Gottesdienst zum Beispiel zwei Männer stehen sollten, dann werden wir sie nicht ausschließen, sondern auch ihnen den Segen geben”, sagt Stefan Ricken von der Gemeinde St. Johannes auf Nachfrage der Redaktion.
Bisher ist der Fall nur theoretischer Natur, schließlich ist es die erste Segnungsfeier in dieser Form. Zudem geben sich die Paare in der Kirche auch kein Versprechen, sondern die „Verliebten, Verlobten und Verheirateten, Paare oder Einzelpersonen”, so heißt es in der Einladung, „können sich gegenseitig in diesem Gottesdienst stärken und sich und ihren Partner neu unter den Segen Gottes stellen.” Dennoch zeigt diese Segnungsfeier am Sonntag in der Hochheider Liebfrauen-Kirche (17 Uhr, Ottostraße 85) den Zwiespalt zwischen der Debatte auf den höchsten klerikalen Ebenen und dem alltäglichen Leben in der Gemeinde. In Homberg scheint das Gemeindeleben jedenfalls nicht an der Lebenswirklichkeit vorbei zu laufen.
Eigentlich sollte die Feier am Festtag der Liebe, dem Valentinstag, erfolgen. Der fiel in diesem Jahr aber auf den Karnevalssonntag. Der Valentinstag gilt traditionell als der Tag aller Verliebten. Den Anlass dazu hat der heilige Valentin gegeben, der im dritten Jahrhundert in Rom einem Paar gegen den Willen der Eltern zur Ehe verholfen hatte.
„Rituale auch heute noch von Bedeutung”
Entstanden ist das Modell einer „Segnungsfeier für Liebende” vor Jahren im Bistum Erfurt und breitet sich seitdem bundesweit aus. „Die Liebe braucht Pflege und solche Augenblicke der Feierlichkeit. Es gilt etwas für die Liebe zu tun, damit sie lebendig bleibt”, sagt Stefan Ricken von der Vorbereitungsgruppe. „Die Idee entstand aus der Beobachtung, dass Rituale auch heute für die Menschen von Bedeutung sind. Sich segnen lassen - sich also Gutes zusagen zu lassen - ist durchaus aktuell.” Eine Anmeldung zu der Segnungsfeier in der Liebfrauen-Kirche ist nicht erforderlich.
22:24
Das gibt Haue vom Pope...
in den Himmel kommen die nicht... ?
21:59
Nicht - das ich missverstanden werde.
St. Petrus Canisius ist Schutzheiliger der Diözese Innsbruck...
21:56
Woher der plötzliche Sinneswandel?
St. Petrus Canisius?