Kantate handelt von der Erscheinung des Herrn

Über 200 Kantaten hat Johann Sebastian Bach in seinem Leben komponiert, neben weltlichen Werken dienten die geistlichen zur Aufführung im Gottesdienst. An dieser Tradition hält Jürgen Kuns, Kantor der Christuskirche in Hochemmerich, fest.

Am Sonntag führt er innerhalb des Gottesdienstes um 10.30 Uhr die 20-minütige Kantate Bachs „Ich habe genug“ an der Friedensstraße auf. Mit dabei sind ein etwa zehnköpfiges Orchester, die Solopassagen singt der Bariton Gottfried Meyer.

Eingebettet in das Kirchenjahr

Die Kantate ist eingebettet in das Kirchenjahr und handelt von der Erscheinung des Herrn, die der alte Simeon im Tempel Jerusalems gehabt habe. „Wir liegen ganz gut im Plan, denn die eigentliche Erscheinung muss um den 3. Februar gewesen sein“, weiß Kantor Jürgen Kuns. In der Bibel heißt es, dass Simeon noch dem Heiland begegnen sollte, kurz bevor er starb, sozusagen als Verheißung.

Felix Mendelssohn-Bartholdy hat aus diesem Thema die bekannte Motette „Nunc dimittis“(Herr, nun lässest du) gemacht. Im Lobgesang Simeons wird sich in den Rezitativen und drei Soloarien auch bei Bach eine gewisse Melodramatik entwickeln. Weiterhin als musikalische Umrahmung dienen das „Kyrie“ des norwegischen Komponisten Fridthjof Andersen und eine Vaterunser-Vertonung von Gottfried Augustus Homiliius,

Außerdem gibt es noch die kleine Sinfonie des bayrischen Frühklassikers Placidus von Camerloher von der Kantorei der Christuskirche und der Kantorei Rumeln-Kaldenhausen zu hören.

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