Jede Menge Theater

Foto: Oliver Fantitsch

„Es ist wichtig, dass die Kultur nicht nur in der Stadtmitte bleibt, sondern dass wir auch über das Theater in den Bezirken unseren Beitrag dazu leisten“, sagte Markus Dorok vom Bezirksamt Homberg bei der Vorstellung des neuen Programms für die nächste Spielzeit. Eine leichte Steigerung bei den Abonnenten könne man für die Glückauf-Halle in Homberg vermelden, überhaupt eine Steigerung der Besucher um 4,4 Prozent, genauso wie die Tatsache, dass wieder mehr junge Leute ins Theater gehen.

Sebastian Jacobs von der Konzertdirektion Landgraf hatte dazu ein wohl gemischtes Programm in der Tasche, das für die nächste Homberger Spielzeit sowohl Jung, aber auch Alt begeistern kann.

Los geht es am 26. September um 20 Uhr direkt mit einem Höhepunkt: „Höchste Zeit“ heißt der Bühnenhit aus der Feder des gleichen Autorenteams, das schon mit „Heiße Zeiten“ ganze Theater zum Tanzen brachte. Die Zuschauer erwartet ein komischer Abend über vier Frauen im Hochzeitsrausch, denn die Damen gehen stark auf die 40 zu. Dass es dabei zu witzigen Komplikationen kommen kann, versteht sich von selbst und wieder begleitet die vier Chaos-Frauen eine vierköpfige Live-Band mit bösartig-ironisch umgetexteten Hits der Pop- und Schlagergeschichte. Mit dabei ist Entertainerin Angelika Mann, die als Hausfrau die Bühne rockt.

Am 26. November um 20 Uhr geht es weiter mit der Produktion „Wir lieben und wissen nichts“ von Moritz Rinke. Zwei Paare treffen sich zum berufsbedingten Wohnungstausch. Das Chaos ist natürlich vorhersehbar, wenn Charaktere wie Karrierefrau und Schluffi-Freund, Macho und Tier-Therapeutin aufeinander treffen. Fernsehstar Helmut Zierl ist mit dabei, wenn die Beziehungstragödie mit temporeichen, witzigen Dialogen und szenischem Dynamit auf den Abgrund zuzusteuern scheint.

In die Vorweihnachtszeit passt nichts besser als „Irish Christmas“. Weihnachtliche Stimmung erzeugt die irische Tanz- und Musikshow am 17. Dezember um 20 Uhr. „Es wird ein Abend voller irischer Lebenslust, der den Zuschauern über Musik, Tanz und Gesang die Festtagstraditionen der grünen Insel mit dem Kleeblatt näher bringt“, sagte Sebastian Jacobs von Landgraf.

Fernsehstar Martin Lindow wird am 14. Februar um 20 Uhr seine Spielkunst in Homberg unter Beweis stellen. „Der Vorname“ aus der Feder von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière ist ein Überraschungshit aus Paris in der Theaterszene: In dem Stück geht es um die allgemeine Fassungslosigkeit unter Freunden wegen der Namensgebung eines noch nicht geborenen Babys. So gerät ein ursprünglich gemütliches Abendessen ins Chaos, wegen unausgesprochener Konflikte der Freunde untereinander – und natürlich wegen des Vornamens. Eine Komödie mit tragikomischen Elementen mit einem glänzenden Martin Lindow.

Witzig bleibt es am 12. März, wenn Show-Größe Ilja Richter und Comedy-Star Ulrich M. Heissig als Irmgard Knef auf der Bühne zusammentreffen: „Du kannst nicht immer 60 sein“. Durch einen Organisationsfehler sind beide Show-Alphatiere für den gleichen Abend mit ihrem Programm gebucht – keiner der beiden egozentrischen Künstler will anfangs dem anderen weichen, bis beide merken, dass sie sich arrangieren müssen. Ein musikalischer Spaß, der über die Live-Band noch in die Musikgeschichte der 60er- und 70er-Jahre eintaucht.

Den Abschluss der Saison gibt es am 10. Mai um 20 Uhr. Nach dem großen Kinoerfolg mit Matthias Schweighöfer, erobert die Komödie „RubbeldieKatz“ nun auch die Theaterwelt. In der turbulenten, romantischen Komödie von Detlev Buck und Anika Decker sieht Alex endlich seine Chance gekommen, denn für einen Hollywood-Film wird noch ein Darsteller gesucht. Dumm nur, dass es sich um eine Frauenrolle handelt, so sind Irrungen und Wirrungen programmiert...