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Vandalismus

In der Hochheider Ladenstadt gingen Silvester wieder Scheiben zu Bruch

02.01.2012 | 17:10 Uhr
In der Hochheider Ladenstadt gingen Silvester wieder Scheiben zu Bruch
Auch an den Fenstern eines Reisebüros hatten sich die Unbekannten zu schaffen gemacht. Foto: Lars Fröhlich

Duisburg.   In der Silvesternacht haben Unbekannte die Schaufensterscheiben mehrerer Geschäfte in der Hochheider Ladenstadt zertrümmert. Ein Jahr zuvor hatten Randalierer einen Schuhladen an der Moerser Straße zerstört. Die Polizei schließt Verbindung zu vergangenen Krawallen aber aus.

Es hört sich im ersten Moment reichlich absurd an: In der Hochheider Ladenstadt macht gerade ein Unternehmen gute Geschäfte, das gar nicht dort sitzt. Eine Duisburger Schreinerei sichert mit großen Holzplatten die Stellen, an denen einen Steinwurf zuvor noch intakte Schaufensterscheiben waren. Heiligabend und auch in der Silvesternacht hatten Unbekannte in der Ladenstadt die Schaufenster eines Blumengeschäftes, eines Friseurladens und auch eines Reisebüros zertrümmert.

Bei einigen Geschäftsleuten weckt die Zerstörungswut in dem Viertel schlimme Erinnerungen. In der Silvesternacht 2007 hatten um die 100 Personen in der Ladenstadt randaliert, 20 Polizisten waren notwendig, um die Situation rund um den Hochheider Markt wieder zu beruhigen. Ein Modellprojekt zur Gewaltprävention und auch die Präsenz einer sogenannten Hundertschaft der Polizei waren die Folge der Krawallnacht von Hochheide.

Im vergangenen Jahr hatten mehrere jugendliche Randalierer dann das Schaufenster eines Schuhladens an der Moerser Straße zertrümmert und Böller hinein geworfen: Sachschaden geschätzte 10.000 Euro. Jetzt also wieder Randale?

Sicherung des Ladens

Von ähnlichen Auswüchsen wie vor vier Jahren könne diesmal in Hochheide keine Rede sein, heißt es von der Polizei. Man habe die Präsenz in dem Viertel damals sehr erhöht, seitdem herrsche rund um die Kirchstraße überwiegend Ruhe. „Es gab eine Sachbeschädigung Heiligabend und zwei an Silvester“, sagt Polizeisprecher Ramon van der Maat. Täter seien in beiden Fällen nicht ermittelt worden. Auch Werbegemeinschafts-Vorstand Helmut Oberreiter sieht keinen Zusammenhang mit der Silvesternacht von 2007, „es war ruhig hier.“

Marianne und Goetz Preuß, sie führen ein Reisebüro in der Ladenstadt, trösten die Aussagen von Polizei und Werbegemeinschaft nur wenig:„Die Ecke hier ist dunkel und mehr oder weniger unbeobachtet“, sagt Marianne Preuß. Die Scheiben ihres Ladens haben jede Menge Risse, der Fensterdicke ist es zu verdanken, dass die Inhaber keine Scherben aufkehren müssen. Die Erneuerung der Scheiben kostet um die 1000 Euro, es sind Spezialanfertigungen mit entsprechender Lieferzeit.

Das Ehepaar Preuß ärgert sich über ihren Vermieter, der sei ihnen in Sachen Sicherung des Ladens bisher in keiner Weise entgegengekommen. Die Finanzierung eines massiven Rolltors könne man nur gemeinsam stemmen. Anderenfalls würde man überlegen, den Standort Hochheide zu verlassen, es ginge um die Kunden, einige fühlten sich nicht mehr wohl in der Ladenstadt.

Einkaufswagen sollen nicht gesichert sein

Weiteres Ärgernis im Viertel: Die Einkaufswagen des Kaufland-Supermarktes sollen nicht ausreichend gesichert sein. Per Chip könnten sie Tag und Nacht aus der Reihe genommen werden, um dann als Wurfgeschosse zu dienen. „Auch die Fahrradständer sind nicht gesichert, einer ist in unserem Schaufenster gelandet“, sagt Goetz Preuß.

Helmut Oberreiter will mit den Kaufland-Verantwortlichen sprechen. Laut seiner Aussage ist es ein leichtes, die Wagen-Reihe mit einer verschließbaren Querverstrebung auszustatten. Kaufland sagte Montagabend, dass man prüfen wolle, wie man Fahrradständer und Einkaufswagen besser sichern könne.

Daniel Cnotka

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Kommentare
06.01.2012
07:20
Schönfärben hat in Hochheide Tradition
von michaellange | #20


In Hochheide ist der Niedergang an nahezu jeder Ecke spürbar.
Wenn Privatleute ihre Ladenlokale leerstehen lassen, ist das bedenklich.
Aber was sollen sie machen, wenn die Menschen dort nicht mehr einkaufen.
Absolut unmöglich ist aber das Verhalten der Stadt und der Großbesitzer in diesem ums Überleben kämpfenden Ortsteil.
Wer etwa eine Schule erst schließt und dann zu einer Art "Klein Belfast" verkommen läßt, darf sich nicht wundern, wenn sich dort lichtscheues Gesindel breitmacht.

Warum unsere Polizeiwache übrigens in Althomberg versteckt untergebracht ist und nicht beispielsweise im Marktschulgebäude nah am Geschehen residiert, wissen nur Duisburger Politik- und Polizeigötter.
Vielleicht würde sie dann zu viele Straftaten feststellen, dadurch Statistiken verändern und Schönfärberei erschweren?

04.01.2012
13:48
Eine Schneise der Verwüstung in Homberg
von makeba | #19


Diese Idioten haben eben nicht nur die Zerstörungen in der Ladenstadt begangen.
Rund um die Marktschule und um unsere Glückaufhalle sind überall Sachbeschädigungen feststellbar.
Und zwar massive!
Wie kommt bei so einer Sachlage der Polizeisprecher dazu KEINEN Zusammenhang all die Jahre zu sehen?
Blind oder muss er blind sein, weil nicht sein kann, was nicht sein darf?
Ich kann mich noch gut an DDR Zeiten erinnern. Dort war auch immer alles gut!
Sieht so die Informationspolitik 2012 wieder aus?

04.01.2012
09:03
In der Hochheider Ladenstadt gingen Silvester wieder Scheiben zu Bruch
von eichel69 | #18

Sorry, hab Hochfeld vergessen...

04.01.2012
08:57
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von eichel69 | #17

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1 Antwort
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von dasnilspferd | #17-1

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03.01.2012
18:10
In der Hochheider Ladenstadt gingen Silvester wieder Scheiben zu Bruch
von Hausmeister1 | #16

Armes Hochheide.Selbst "unsere" Türken sind empört über die lieben Mitbürger aus Hochheide.Das soll was heißen....

Aber schafft mal ruhig mehr Tafeln an und mehr pi und po

03.01.2012
16:22
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von zeitungslesender | #15

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1 Antwort
Blockierter Kommentar.
von zeitungslesender | #15-1

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03.01.2012
14:20
In der Hochheider Ladenstadt gingen Silvester wieder Scheiben zu Bruch
von BigBadBull | #14

Mamamia....

neues Jahr und im Westen nix Neues.

Direkt wieder mal alles blockieren, was Tatsache ist....habe schließlich 20 Jahre in Hochheide gelebt.
Was ist also mal wieder nicht dem Westen nach konform, dass man es ganz schnell blocken muss?!?!

Die Tatsache, dass es sich um Randgruppen handelt, die sich da aufführen, als ob sie die Könige wären?!?!

Bin ja mal gespannt, wann man wieder objektiv schreiben darf oder sich immer weiter verbiegen muss!!!!

Und DA wundert Ihr Euch, dass Ihr immer weniger Abonnementen habt?!?!

03.01.2012
14:15
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von BigBadBull | #13

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03.01.2012
14:15
Blockierter Kommentar.
von BigBadBull | #12

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03.01.2012
10:59
In der Hochheider Ladenstadt gingen Silvester wieder Scheiben zu Bruch
von ichindu | #11

Wer schützt unser Eigentum?
Wer schützt unsere Kinder?
Wer schützt unsere Heimatstadt?
Was zählen wir kleinen Leute noch im Spiel der diversen Interessen?
Wäre das alles auch so, wenn hier beispielsweise ein Abgeordneter leben würde?

1 Antwort
Was muss noch geschehen?
von Rodina | #11-1


Würde auch nur ein Prominenter hier leben, wäre mit Sicherheit Polizei sichtbar.
Ich kann aber auch die Polizisten verstehen, wenn sie selbst Angst haben müssen. Und davon bin ich überzeugt, dass sie richtig Angst haben. Denn wer steht schon im Ernstfall hinter ihnen?

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