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Immer wieder mittwochs

13.12.2012 | 22:00 Uhr
Immer wieder mittwochs
Eine flotte Sohle legen diese Damen und Herren auf das Parkett.Foto: Lars Fröhlich

Seniorentanz-Nachmittag geht ins zehnte Jahr. Mit Live-Musik, Verpflegung und Frauenüberschuss.

Duisburg-Rheinhausen. Mittwoch ist der Tag, an dem sich im Duisburger Westen um die 30 Senioren fein machen. Sie gehen aus zum Tanzen. Dafür hat sich die Gemeinschaft – sie ist kein Verein, darauf legen die Tänzer wert – die Rowa-Kantine an der Rheinhauser Kronprinzenstraße schmuck eingerichtet. Von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr schwingen sie dann die Beine und das zu Live-Musik. Im März feiert die Gruppe zehnjähriges Bestehen.

„Nach der Schließung des städtischen Seniorentreffs an der Clarenbachstraße hatte ich mich als damaliger SPD-Vorsitzender auf die Suche nach einer neuen Bleibe gemacht“, sagt Jürgen Fritz. Die täglich um 14 Uhr schließende Kantine war idealer neuer Tanzsaal. „Die Wege sind gut beleuchtet, es gibt in unmittelbarer Nähe eine Bushaltestelle und wir müssen keine Raummiete bezahlen“, sagt Fritz. Lediglich die Verpflegung müsse man vom Kantinenbetreiber nehmen. Für, wie die Seniorentanzmacher sagen, soziale Preise, können die Senior-Tänzer essen und trinken.

Jürgen und Fanny Fritz, das Ehepaar organisiert die Treffs unter Fannys Federführung, sind sehr froh darüber, dass um die 30 Gäste einmal im Monat mittwochs zum Tanz kommen. „Die Vorfreude ist bei den Damen und Herren immer sehr groß“. Wenn Franz Haufe, „die neuesten Schlager und auch alte Heimatlieder“ singt, gleiten sie standardmäßig übers Parkett. Gelernt ist gelernt.

Der Wermutstropfen: Zwar sind viele der Senioren bereits seit zehn Jahren aktiv, allerdings sei inzwischen auch ein Teil gestorben. „Zu Beginn hatten wir rund 50 Gäste, jetzt sind es noch um die 30“, sagt Jürgen Fritz. Eine Herausforderung ist zudem der Frauenüberschuss. Vier bis fünf Männer, der älteste ist 94, stehen gut zwei Dutzend Frauen, die älteste ist 89, gegenüber. Es ist also zwangsläufig so, dass Frauen miteinander tanzen oder die Männer doch arg beansprucht werden. „Es wäre schön, wenn sich der ein oder Mann noch fände, weitere Frauen sind aber auch jederzeit willkommen.“ Nächste Möglichkeit: Mittwoch, 16. Januar, 14.30 Uhr.

Daniel Cnotka



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