Hyper, hyper, Stagedive

Hyper, hyper, Stagedive...

Es ist so eine Sache mit den B-Promis: Irgendwann landen sie alle im Dschungelcamp, spätestens dann wenn die Tantiemen und Aufträge ausbleiben, Nur Hans Peter Baxxter, der in den 90er-Jahren als wasserstoffblondierte Techno-Witzfigur „Scooter“ manche Goldene Schallplatte einsackte, wehrt sich mit Händen und Füßen dagegen. Im Edeka-Markt flimmert er als Vorturner über die Bildschirme, schreit alte Hits im neuen Gewand: „Hyper, hyper. How much is the Preis?“Und will die Kunden zum Mittanzen bewegen. Nicht ganz durchgeknallte Käufer schütteln dann wohl eher mit dem Kopf und ich hielt es mit Heinrich Heine: „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten?“, war meine berechtigte Frage kurz vor der Kasse. Aber nicht nur dass H.P Baxxter riesige Summen für diesen höheren Blödsinn bekommt, er braucht auch nicht, wie einst seine Sänger-Kollegen Bata Ilic und Costa Cordalis im Dschungel-Camp, Kakerlaken und Käfer zu essen: Er steht nämlich auf dem Bildschirm mitten in der Feinkostabteilung – zwischen Calamares und Kaviar...Hyper...Hyper...Stagedive...