Homberger Nachwuchsfeuerwehrleute proben Ernstfall

Die 13- bis 17-Jährigen durchlebten eine volle Schicht. Das Löschen eines brennenden Wagens durfte dabei nicht fehlen.
Die 13- bis 17-Jährigen durchlebten eine volle Schicht. Das Löschen eines brennenden Wagens durfte dabei nicht fehlen.
Foto: Privat
Was wir bereits wissen
18 Nachwuchsfeuerwehrleute durchlebten den Alltag bei der Berufsfeuerwehr. Und simulierten Einsätze, die sie schon bald auch in der Realität fordern könnten.

Duisburg-Homberg..  „Achtung, Einsatz Jugendfeuerwehr“, so hallte es gleich mehrfach durch die Lautsprecher auf der Feuer- und Rettungswache 5 in Homberg. Ruckzuck hatten die Jugendlichen im Alter von 13 bis 17 Jahren Sicherheitsschuhe, Jacken und Helme an und saßen auf den Einsatzfahrzeugen. Immerhin hatten sie darin am Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehrgruppe Homberg/Baerl bei zahlreichen Einsätzen viel Übung.

Um Punkt 9 Uhr am war Wachantritt für die 18 Nachwuchsfeuerwehrleute zum 24-Stunden-Dienst. Wie bei der richtigen Berufsfeuerwehr, die an diesem Tag natürlich auch ihren normalen Dienst auf der Feuerwache versah, durchlebten die Jugendlichen eine komplette Schicht. Dazu hatten die Betreuer vorher einen Dienstplan ausgearbeitet, der aus Sport, Unterricht und der Pflege der Fahrzeuge und Gerätschaften bestand. Natürlich garniert mit einer Menge Einsätzen. Die drei Löschfahrzeuge fuhren unter anderem zu einem Lagerhallenbrand und einen Chemieunfall, aber auch zu kleineren Einsatzlagen wie einem Pkw-Brand oder einer Tierrettung. Mehr als zehn unterschiedliche Einsätze hatten sich die Vorbereiter des Berufsfeuerwehrtages ausgedacht und mit jeder Menge Übungsdarstellern aufgebaut.

Für die Jugendlichen ging es dabei zu wie bei einem richtigen Einsatz. So stand beim Lagerhallenbrand nach einer ersten Erkundung schnell fest, dass noch mehrere Arbeiter in der verrauchten Halle vermisst werden. Es wurde eine Wasserversorgung vom Hydranten aufgebaut und gleichzeitig rüsteten sich mehrere Jugendfeuerwehrleute mit Schläuchen aus. Sie suchten das Gebäude ab und trugen mit vereinten Kräften die vermissten Angestellten heraus. Bei dem Rauch handelte es sich natürlich nur um ungiftigen Disconebel. Auch das fiktive Feuer war schnell gelöscht und mit einem Hochleistungslüfter die Halle entraucht. Zur Verfügung gestellt hatte das Gebäude ein großes Duisburger Logistik-Unternehmen.

„Sie konnten es kaum erwarten“

„Die Jugendlichen können den Tag in jedem Jahr kaum erwarten. Am liebsten wäre ihnen, wenn wir so etwas jeden Monat machen würden“, erzählt Jugendfeuerwehrwart Simon Pake. Fast 40 Leute waren an der Vorbereitung beteiligt. „Überhaupt haben wir sehr viel Unterstützung für unseren Berufsfeuerwehrtag gefunden, egal ob bei der diensthabenden Wachabteilung, der Feuerwehrleitstelle, den Löschzügen Homberg und Baerl oder der Feuerwehrschule. Nicht zu vergessen, die ortsansässigen Unternehmen, die uns mit Übungsobjekten geholfen haben“, lobt Pake. Besonders gefreut haben sich die Jugendlichen und das Betreuerteam über den Besuch des stellvertretenden Leiters der Feuerwehr, Jörg Helmrich, und von Björn Gehre vom Sachgebiet Freiwillige Feuerwehr.

Auch wenn man am Ende der 24 Stunden in müde aber zufriedene Gesichter bei den Jugendfeuerwehrleuten blickte, kam doch recht schnell die Frage auf: „Wann machen wir das noch mal?“