Homberger Hermann Straschitz kickte erstklassig

Auch die Damenmannschaft des VFB Homberg lichtete Leser Frank Kaisler 1980 im Homberger Schillerstadion ab.
Auch die Damenmannschaft des VFB Homberg lichtete Leser Frank Kaisler 1980 im Homberger Schillerstadion ab.
Foto: Privat
Was wir bereits wissen
Hermann Straschitz aus Homberg war in den 1960er und 1970er Jahren die große „Nummer“ im Fußball. Als Profi kickte er für Borussia Dortmund und Hannover 96. Leser fand alte Aufnahmen des Fussball-Profis.

Duisburg-Homberg..  Die Älteren werden es noch wissen: Der Homberger Hermann Straschitz war im deutschen Fußball der 1960er und frühen 1970er Jahre eine große Nummer, ein echter „Kracher“, wie man so sagt. Der Sportler mit den „goldenen Beinen“ begann seine erfolgreiche Karriere 1958 mit 18 Jahren als Spieler der A-Mannschaft beim Homberger Sportverein, bevor er schon 1960 zu Fortuna Düsseldorf wechselte und in der Regionalliga West spielte.

Vier Jahre später gelang Straschitz sogar der Sprung zum Bundesligisten Borussia Dortmund: Zusammen mit Franz Brungs, Alfred Schmidt, Friedhelm Konietzka und Lothar Emmerich bildete er den Angriff der Schwarz-Gelben. Beim BVB erzielte er seine größten Erfolge: Mit der Mannschaft gewann er 1965 den DFB-Pokal, 1966 sogar den Europapokal der Pokalsieger, freilich kam er dabei nicht zum Einsatz.

1966 wechselte der Homberger zum Ligarivalen Hannover 96 und blieb bis 1968. Seine Profikarriere klang dann 1968-71 beim Wuppertaler SV aus, bevor er danach bis Anfang der 80er Jahre wieder in seiner Heimat kickte, beim VfB Homberg.

Der gebürtige Homberger Frank Kaisler (52) hat Straschitz (heute 74) noch live erlebt, als er die Spiele des Homberger SV im legendären, inzwischen abgerissenen Schillerstadion an der Schillerstraße besuchte. „Straschitz gab am Ende seiner Laufbahn der Abwehr des VfB Homberg Halt auf der Libero-Position. Gerade seine Freistöße waren beim Gegner gefürchtet. Er war auch mit 40 Jahren eine „Fußball-Granate“. Damals entwickelte Kaisler als Einzelhandelskaufmann auch Fotos im Labor seines Unternehmens. Aus dieser Tätigkeit wurde Kaislers Hobby: „Ich habe meine Fotos in meiner Dunkelkammer im Bad entwickelt, auf einem Brett über der Badewanne.“

Fotograf entdeckte alte Aufnahmen

Nachdem Kaisler den Aufruf gelesen hatte, der Redaktion Unterlagen, Bilder oder Postkarten aus alten Homberger und Rheinhauser Zeiten zuzuschicken, durchsuchte der Moerser (heute 52), wie er sagt, seine „Mottenkiste“. Dabei stieß er auf zahlreiche Schwarz-Weiß-Aufnahmen aus vergangenen Tagen, auch mit Fußballer Hermann Straschitz und schickte sie der Redaktion zu. Kaisler war schon bei der Eröffnung des Mitte der 1970er Jahre gebauten Schillerstadions dabei. „Damals kam Borussia Mönchengladbach. Die Fohlenelf spielte damals ohne Netzer, aber mit Torwart-Legende Kleff.“ Zu seinem Bedauern verlor der VfB mit 0:3. „Dafür habe ich aber danach Autogramme bekommen.“

Wenn Sie, liebe Leser, noch Reliquien aus der Zeit zu Hause haben, als Homberg und Rheinhausen noch den Posttempel 4100 Duisburg 14 und 4100 Duisburg 17 hatten, schicken Sie ihre Unterlagen zu. Das können alte Poststempel, Nummernschilder, Fotos, Postkarten sein. Schreiben Sie uns eine Mail an lok.rheinhausen@nrz.de.