Herbstfest bei den Falken

Wenn die Schulferien ins Haus stehen, verwandeln sich sonst belebte Schulhöfe in triste ungenutzte Plätze. Der Schulhof der Hochheider Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Kirchstraße sollte an diesem Ferientag dennoch fest in der Hand zahlreicher Kinder bleiben, die zum Herbstfest der Homberger Falken gekommen waren.

Franz Witzke und Thomas Lemkau behalten trotz der rund 40 Kinder, die durch und um das Falkenheim neben der Grundschule wuseln, stets den Überblick. „Zu Schulzeiten haben wir jeden Nachmittag im Durchschnitt 15 bis 20 Kinder da. Während der Herbstferien haben wir auch jeden Tag geöffnet, wollten aber auch einmal etwas Besonderes machen“, sagt Witzke. So habe man erstmals das Herbstfest etabliert, was aber vor allem der Wunsch der Kinder gewesen sei, die alle ihre Wünsche bezüglich des Programms äußern durften. „Die Kinder haben auch alle beim Aufbau geholfen“, erläutert Lemkau, Leiter der sozialistischen Jugendorganisation. „Unser Wunsch ist, dass auch mal neue Kinder den Weg zu uns finden.“

Alle Angebote an diesem Nachmittag seien für die Kinder kostenlos – „bis auf die Zuckerwatte, die kostet pro Portion 50 Cent“, sagt Witzke schmunzelnd. Neben einer Kuchentafel locken die Kinder vor allem der Basar und die Tombola an, die in einem Nebenraum des Falkenheims stattfinden.

Draußen auf dem Schulhof toben sie auf der Hüpfburg und in dem sechseckigen Fußballkäfig. „Das Teil habe ich mal einer Firma für kleines Geld abkaufen können. Für die Kinder ist das super, weil sie auf dem Schulhof normalerweise nicht mit richtigen Fußbällen spielen dürfen“, erklärt Witzke.

Der achtjährige Felix ist ein großer Fan der Hüpfburg. Obwohl er die Grundschule an der Kirchstraße besucht, hält er nichts davon, die Attraktion auch während der Schulpausen aufzublasen: „Die würde nur kaputt gehen.“

Räume sollen neu gestaltet werden

Dass die Rollenrutschbahn heil bleibt, darauf achten Celina (12) und ihre Freundin Noemi (13). Wenn die beiden Mädchen aufpassen, kann den jüngeren Kindern, die in einer Kiste sitzend über die Rollen gleiten, nichts passieren. Doch Gabriel (9) ist ohnehin ein erfahrener Rollenrutschbahnpilot. Die gleichaltrige Michelle ist zum ersten Mal bei den Falken zu Gast. „Ab heute will ich jede Woche kommen“, sagt sie. „Wir haben heute beim Aufbauen geholfen“, erzählt Noemi, die wie Celina regelmäßig zu den Falken geht. „Wir wollen mit dem Herbstfest auch Geld einnehmen, damit wir unsere Räume neu gestalten können, das geschieht nach unseren Wünschen“, ergänzt Celina. „Wir bei den Falken halten zusammen.