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Grundschüler fürchten um Wiese

25.06.2012 | 19:00 Uhr
Grundschüler fürchten um Wiese
Brauchen Bewegung: Schüler der städtischen Grundschule Beethovenstraße, hier bei der Zeugnisausgabe.

Für Kita-Neubau am Glückaufplatz sollen 1000 Quadratmeter Schulwiese weichen

Am Glückaufplatz wird das neue Gebäude für die aus allen Nähten platzende städtische Kita Eisenstraße gebaut. An der Schwarzenberger Straße, östlich vom Glückaufplatz, wo bis Ende der 70-er Jahre das Rheinhauser Stadttheater stand, sind 4200 Quadratmeter für einen Neubau reserviert (wir berichteten). Die Nachfrage nach Plätzen in der Einrichtung ist enorm, für die drei Gruppen mit je 25 Kindern gibt es lange Wartelisten. Für die U3-Betreuung fehlen am alten Standort Schlafplätze und Küche – dafür ist im Gebäude einfach kein Platz. Entsprechend froh waren im Jahr 2011 fast alle Beteiligten in Rheinhausen über die Neubau-Pläne.

Aber eben nur fast: Die neue Kita wird Nachbar der Grundschule Beethovenstraße. Und von deren Schulwiese sollen laut Stadt 1000 Quadratmeter – laut Nora Kosch vom Förderverein aber deutlich mehr – für den Neubau abgeknapst werden. Die Eltern der Grundschüler sind nicht amüsiert: „Wir begrüßen den Bau dieser Tageseinrichtung, möchten aber verhindern, dass dieser zu Lasten der Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten der Schul- und Ganztagskinder unserer Schule geht“, meint Nora Kosch. „Besonders für unsere Stadtkinder, die in einem naturfernen urbanen Umfeld aufwachsen, ist die Pausen- und Spielwiese mit ihren jetzigen Nutzungsmöglichkeiten von großer Bedeutung.“

Grundschul-Eltern sind nicht amüsiert

Um dem Bewegungsdrang der Kinder gerecht zu werden und aggressivem Verhalten vorzubeugen, müsse diese Wiese mit den jetzigen Nutzungsmöglichkeiten für die Kinder erhalten bleiben. In den Pausen, bei sportlichen Veranstaltungen oder Schulfesten sei die Wiese – die allerdings offiziell kein Teil des Schulgeländes ist – unverzichtbar.

Das wollen die Grundschulkinder und deren Eltern am morgigen Mittwoch ab 10.45 Uhr mit einer bunten und lauten Protestaktion an der Schule deutlich machen.

Unabhängig davon schreiten die Baupläne am Glückaufplatz fort: Die Bezirksvertretung hat bereits die befristete Aufstellung einer Containeranlage zur Auslagerung der Kindertagesstätte vom Altgebäude zur Schwarzenberger Straße beschlossen. Und zwar bis zum 1. Mai 2013. Dann soll das eigentliche Kita-Gebäude in Dienst gehen.

Matthias Oelkrug



Kommentare
27.06.2012
19:43
Grundschüler fürchten um Wiese
von ulrics | #3

Was für ein Unfug wird da nun wieder betrieben. Warum werden nicht einfach die bereits leerstehenden Gebäude genutzt. In Zukunft werden immer mehr Schulen leerstehen aber trotzdem muss wieder ein Neubau her, dem sicherlich nicht wenig Grün zum Opfer fallen wird.
Ich frage mich welcher Baulöwe hier wieder kräftig verdient und wer daran partizipiert.

26.06.2012
07:54
Grundschüler fürchten um Wiese
von Rakllo | #2

warum bauen die Moschen so viele,die sollten da einen Kindergarten neben bauen,dann haben wir das Problem nicht mehr

26.06.2012
07:05
Grundschüler fürchten um Wiese
von eidaisserjawieder | #1


sind in diesem kindergarten nicht auch kinder?
was hindert die bewiden staedtischen einrichtungen eine wiesenflaeche gemeinsam zu bespielen und zu nutzen
wenn eine einrichtung die wiese nicht braucht liegt sie rum und kann sich erholen!
sie kann abba auch von der anderen einrichtung genutzt werden und sich nach betriebsschluss der einrichtungen erholen

geht es hier nur um die spielplaetze fuer kinder
oder
die eitelkeiten der erwachsenen und besitzverhaeltnisse der einrichtungen

andere frage
wenn die wiese nicht zur schule gehoehrt
warum dieser aufstand

;o(
wieso dann der aufstand

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