Große Kunst mit kleinen Perlen
18.02.2010 | 19:15 Uhr 2010-02-18T19:15:00+0100
Es ist wie ein Glasperlenspiel: Mit unglaublicher Akribie, Präzision und handwerklichem Geschick hat die Künstlerin Lea Lenhart in ihrem Düsseldorfer Atelier ungewöhnliche, dreidimensionale Kunstwerke geschaffen. Die in Altstätten geborene Schweizerin arbeitet mit kleinen Partikeln - entsprechend dem Sachtleben-Leitmotiv „Great Solutions with Small Particles.“ Am Mittwoch eröffnete Axel Markens, Sachtleben-Pressesprecher, eine Ausstellung mit Werken der 38-jährigen Malerin und Glasperlenspielerin im Foyer der Hauptverwaltung in Homberg.
Am Anfang steht eine weiße, quadratische Leinwand. Darauf malt Lea Lenhart ein farbiges Motiv, ganz klassisch. Dann zieht sie ein Netz von feinen, superdünnen Acrylfäden über das Gemälde und bestückt es mit ein Millimeter winzigen Glasperlen in bis zu 500 Farben, die sie zumeist aus dem italienischen Murano bei Venedig bezieht.
Kügelchen für Kügelchen entstehen so schwebende, farbige Mosaike, die exakt die Motive auf dem Gemälde wiedergeben: Blumen, Bäume, Vögel, Fische, Himmel oder einfach kleine und große Kreise oder Quadrate. Gemalte Fläche und Glasperlen liegen direkt übereinander, ergänzen und verstärken sich, gemeinsam ergeben beide Ebenen ein dreidimensionales Bild von faszinierender Schönheit.
Markens hatte Werk und Künstlerin vor etwa vier Jahren bei einer ihrer zahlreichen Ausstellungen kennengelernt. Gemeinsam realisierte die Sachtleben Chemie 2007 eine Werkschau mit Exponaten der Trägerin des Max_Ernst-Stipendiums 2006, die an der Kunstakademie Düsseldorf studierte, auf der „European Coatings Show“ in Nürnberg.
Die zehn Exponate, die bis zum 18. März im Foyer der Sachtleben-Hauptverwaltung, montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr, zu sehen sind, zeigen die große Bandbreite, Vielseitigkeit und Wandlungsfähigkeit der talentierten Künstlerin aus der Schweiz.
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