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Gesamtschulen und Gymnasien sind bei Eltern in Duisburg sehr begehrt

17.02.2011 | 18:36 Uhr
Gesamtschulen und Gymnasien sind bei Eltern in Duisburg sehr begehrt
Ein Großteil der weiterführenden Schulen im Duisburger Westen haben ihre Anmeldeverfahren abgeschlossen. Bei Eltern und Kindern waren Gesamtschulen und Gymnasien besonders begehrt.

Duisburg-Rheinhausen/Homberg.   Die Anmeldeverfahren an vielen weiterführenden Schulen im Duisburger Westen sind abgeschlossen. Besonders Gesamtschulen und Gymnasien sind bei den Eltern begehrt. Dennoch werden die Gymnasien wohl alle Interessierten aufnehmen können.

Viele weiterführenden Schulen im Duisburger Westen haben ihre Anmeldeverfahren für die zukünftigen Fünfklässler nun abgeschlossen. Erstmalig sind die Laufbahnempfehlungen der Grundschulen nicht mehr bindend . Gesamtschulen und Gymnasien sind bei Eltern sehr begehrt.

Am Homberger Franz-Haniel-Gymnasium haben sich 165 Schüler angemeldet. „Wir werden sechs Klassen aufmachen“, sagt Schulleiter Werner Binnenbrücker. Voraussetzung sei jedoch die Zustimmung des zuständigen Dezernenten aus Düsseldorf, der heute der Direktorenkonferenz beiwohnt. Am FHG geht man jedoch davon aus, dass die Genehmigung für die Sechszügigkeit erfolgen wird.

Gesamtschulen wollen Lösung finden
Das Anmeldeverfahren des Krupp-Gymnasiums in Rheinhausen wird erst im März, nach einem zweiten Termin, beendet sein. „Ich rechne jedoch fest mit Vierzügigkeit“, sagt Schulleiter Peter Jöckel. Weniger Fünfklässler erwartet das Albert-Einstein-Gymnasium in Rumeln-Kaldenhausen, wo heute die endgültigen Zahlen feststehen. „Ich bin sehr glücklich über unsere Situation“, sagt Direktor Karl-Heinz Weber. Bei Redaktionsschluss waren 84 Kinder angemeldet, das bedeutet drei Klassen. Jeder Schüler, der zum AEG möchte und die nötige Qualifikation mitbringe, werde aufgenommen.„Wir haben damit alle Möglichkeiten. Es ist eine sehr schöne Bestätigung unserer Arbeit.“

Während die Gymnasien voraussichtlich alle Interessierten aufnehmen können, bleibt es für Kinder, die auf eine Gesamtschule möchten, noch ungewiss, wo sie letztlich zur Schule gehen werden. Zwar hat die Rheinhauser Heinrich-Heine-Gesamtschule mit 123 Fünfklässlern ihre Kapazitätengrenze noch nicht erreicht (sie liegt bei 135 Schülern für fünf Klassen), doch aufgrund der Vorgaben der Bezirksregierung muss die Erich-Kästner-Gesamtschule in Homberg rund 20 ihrer 151 neu angemeldeten Schüler fortschicken. Die fünfzügige Lise-Meitner-Gesamtschule mit 145 genehmigten Plätzen hat über 230 Anmeldungen für die fünfte Klasse und rund 90 externe für die Oberstufe. Auch sie wird Schüler abweisen müssen. Die Gesamtschulen werden jedoch zusammen versuchen, eine Lösung zu finden, doch dies wird noch etwa zwei Wochen dauern.

Sonderfall Willi-Fährmann-Realschule

Einen Sonderfall stellt die Willi-Fährmann-Realschule dar. Sie wechselt zum neuen Schuljahr an den Körnerplatz, der bisherige Standort der Realschule Rheinhausen, mit der sie fusioniert . Alle Schüler der aufgelösten Schule am Körnerplatz müssen sich an der Willi-Fährmann-Realschule neu anmelden. Rund 90 Kinder wollen dort als Fünfklässler ihre Laufbahn fortführen.

Oliver Kühn

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