Für drei Wochen in der ersten Pflegereihe

Das Projekt „Schüler leiten eine Station“ ging in diesem Jahr bereits in die vierte Runde. Zehn Pflegeschüler des Johanniter-Krankenhauses Rheinhausen betreuten drei Wochen lang Patienten in der Kardiologie – und dies komplett selbstständig und eigenverantwortlich.

Es ist die praktische Vorstufe der bevorstehenden Examenszeit, die schließlich Ende Mai für die Gesundheits- und Krankenpflegeschüler des Johanniter-Krankenhauses Rheinhausen beginnt. Das Projekt „Schüler leiten eine Station“ hat sich in den letzten Jahren für die Pflegeschüler sehr bewährt.

Wachsendes Verantwortungsgefühl

Vor den Prüfungen können während der Projektzeit alle erworbenen Kenntnisse der letzten drei Ausbildungsjahre direkt in die Praxis umgesetzt werden. In diesem Jahr wurde erstmalig sogar die Projektzeit um eine Woche verlängert. „Das Verantwortungsgefühl wächst deutlich während eines solchen Projektes“, bestätigt Noch-Pflegeschüler Gabriel Wessiepe und ist sich mit seinen Mitschülern einig, dass die letzten drei Wochen den bevorstehenden Prüfungen sehr wohl zu Gute kommen werden. Die zehn Pflegeschüler betreuten insgesamt 17 stationäre Patienten in allen Tages- und Nachtdiensten. Zudem hatte die Implementierung der neuen Pflegevisite als zusätzliches Instrument der Qualitätssicherung in diesem Jahr Premiere. Diese wird neben den üblichen, täglichen Arzt-/Pflegevisiten zusätzlich einmal wöchentlich beziehungsweise nach Bedarf durch die Pflegedienstleitung, der Stationsleitung und der Pflegekräfte durchgeführt. Somit besteht die Möglichkeit, gemeinsam mit den Patienten und auf Wunsch mit den Angehörigen die zukünftigen pflegerischen Maßnahmen zu besprechen. Dies bringt gerade bei vorbelasteten und/oder älteren Patienten ein zusätzliches Sicherheitsempfinden mit dem Ziel einer Qualitätssteigerung und auch bei den Angehörigen eine gewisse zusätzliche Transparenz durch diese Form der Kooperation.