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Kraftwerksneubau

Freude über Beschluss zu Gas- und Dampfkraftwerk

08.02.2012 | 19:32 Uhr
Freude über Beschluss zu Gas- und Dampfkraftwerk
Kerstin Ciesla und Norbert Bömer von der Bürgerinitiative „Saubere Luft“. Foto: Volker Herold

Seit Montag sind die Planungen eines Kohlekraftwerks in Uerdingen auch offiziell vom Tisch (wir berichteten ).

Da das neu geplante Gas- und Dampfkraftwerk keine Wasserentnahme oder -Rückführung in den Rhein braucht, dürfte auch der Antrag darauf laut Bezirksregierung in den nächsten Tagen zurück gezogen werden. Gleiches gilt für den Ausbau des Krefelder Hafens, der nur im Zusammenhang mit dem Kohle-Umschlag für das Kraftwerk gestellt wurde. „Das nun geplante Gas und Dampfkraftwerk“, freut sich Kerstin Ciesla vom BUND, „ist ein wichtiger Schritt für eine Energiewende in NRW. Die Zeiten von reinen Grundlastkraftwerken mit 5000 Volllaststunden sind durch den Einspeisevorrang der aus Erneuerbaren Energien gewonnen Strom nicht mehr zukunftsfähig.“ Das GuD dagegen sei „Brückentechnologie im Energiesektor, wie wir es seit Jahren gefordert haben.“

„Der Duisburger Westen kann nun im wahrsten Sinne des Wortes aufatmen“, teilt Norbert Bömer, Vorsitzender der BI Saubere Luft aus Rheinhausen mit. „Die Zusatzbelastung durch Feinstaub, Quecksilber, Arsen, Cadmium und anderen gesundheitsschädlichen Luftschadstoffe, die vor allem den Duisburger Westen getroffen hätten, sind durch das Aus des Kohlekraftwerkes am Duisburger Westen vorüber gegangen, denn die fallen bei einem GuD nicht an“ so Bömer weiter.

BUND und BI kündigen an, sich „trotz aller Lobhudelei, kritisch, konstruktiv mit den GuD Planungen auseinander zu setzen“, es gehe um die Vereinbarkeit von Industrieprojekten und Gesundheitsschutz.

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Kommentare
09.02.2012
22:08
Krefeld macht es Duisburg vor!!!!
von WeissBlau | #1

Jawohl es geht!!
In Krefeld entsteht ein neues Grundlastkraftwerk mit Wärmeauskopplung und 90% Energieausnutzung.... und Duisburg...
hat vor kurzem in Walsum ohne jede Bürgerbeteiligung und mit Stimmen von CDU und SPD klammheimlich ein reines Strom-Kohlekraftwerk genehmigt. Ein Feinstaubschleuder par excellence, die alle Bemühungen der Umweltzone in der Fahrzeugmodernisierung und von ThyssenKrupp im Zuge der Anlagenmodernisierung mit einem Schlag zunichte machen wird und mehr als 450 Tonnen zusätzlich an Feinstaub in die Luft abgibt!!!!!!! Keine Wärmeauskopplung sondern ein gigantonmoer Kühlturm und eine Rhein-Wärmebeslatung....
So sieht Umweltschutz nach dem St. Florians-Prinzip a`la Duisburg aus!!!!!
Einzige Hoffnung: Es wurde so dillettantisch im Bau gepfuscht, dass es vielleicht doch nie an´s Netz geht....
Aber über Nachbarn lästern.......

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