Fremde Kulturen entdeckt

Was wird in Indien zu Mittag gekocht, wieso gibt es in China andere Sternzeichen, wie wird in Afrika getanzt und aus welchem Land kommen eigentlich meine Nachbarn? Auf diese und viele weitere Fragen suchten die Teilnehmer der diesjährigen Projektwoche des LVR-Heilpädagogischen Zentrums Rheinhausen an der Hochstraße 116 Antworten.

Frauen und Männer mit geistiger und mehrfacher Behinderung unternahmen Ende März eine Woche lang eine Reise auf den Spuren fremder Kulturen. Gestaltet wurde die Erfahrungs- und Erlebniswoche vom Team des LVR-Heilpädagogischen Zentrums unter Leitung von Walburga Lindemann. Die Teilnehmenden nahmen vielfältige Angebote für alle Sinne unter dem Motto „Die Welt ist bunt - fremde Kulturen entdecken“ wahr. Durch die Kooperation mit dem AWOCura Seniorenstift Lene Reklat konnten auch einige Seniorinnen und Senioren aus Duisburg an Programmpunkten der Projektwoche teilnehmen. So zum Beispiel am Besuch der größten Moschee Deutschlands, der DITIB-Merkez-Moschee, in Duisburg-Marxloh. Darüber hinaus berichtete die muslimische Referentin der Stadt Duisburg, Sevim Esin, anschaulich über ihre eigene Kultur und stand für Fragen zur Verfügung. Zum Abschluss dieser Woche hatte das LVR-Heilpädagogische Zentrum alle interessierten Menschen zu einem Präsentationsnachmittag mit kulinarischen Snacks aus aller Welt eingeladen.

Jedes Jahr eine Projektwoche

Seit 2010 werden jährlich die Projektwochen mit unterschiedlichen Themen angeboten. „Wir haben uns Gedanken gemacht, wie man Inklusion betreiben kann“, erläutert Ulrike Mutsch vom Mitarbeiterteam und ergänzt, „wir wollen Menschen außerhalb dieser Mauern ansprechen.“ Im letzten Jahr lautet das Thema „Gesundheit, Bewegung, Ernährung“ und auch in dieser Projektwoche ging es raus aus dem Heilpädagogischen Zentrum. Da wurden etwa ein Bauernmarkt und der Wochenmarkt in Rheinhausen besucht, ein Austausch mit einer Ernährungsberaterin fand statt.

Da die Themen Ausländer und Migration gerade in diesen Tagen immer wieder durch die Medien gehen, wollte das Heilpädagogische Zentrum mit den Aktionen zeigen, wie bunt die Welt ist. „Unser Ziel ist aber auch, dass wir enger zusammen arbeiten“, erklärte Ulrike Mutsch. Das Gespräch mit Sevim Esin hatte so zum Beispiel auch zum Ziel, darauf aufmerksam zu machen, dass das Zentrum auch für Menschen mit Migrationshintergrund offensteht. Momentan hat das Zentrum 47 Kunden, die an drei bis vier Tagen in der Woche in der Werkstatt arbeiten oder hier ihre Freizeit gestalten.