Flutlicht für den FCR stellt den SV Haesen ins Abseits
11.12.2009 | 18:30 Uhr 2009-12-11T18:30:00+0100
Homberg. Die Stadt zieht die neue Flutlichtanlage für die Uefa-Cup-Spiele der FCR-Damen dem neuen Clubhaus des SV Haesen vor. Dabei ist die Beleuchtung gar nicht förderfähig. Der Fall ist der bisher größte Aufreger bei dem viel kritisiertem Umgang der Stadtspitze mit den Konjunkturpaket-Millionen.
Umso mehr aus dem Umgang der Stadtspitze mit den Konjunkturpaket-Millionen bekannt wird, umso größer wird der Ärger. Jetzt kommt es zu dem bislang größten Aufreger: Die Stadt zieht dem neuen Vereinsheim für den SV Haesen-Hochheide eine neue Flutlichtanlage für das Stadion am Rheindeich vor. Das ist in vielerlei Hinsicht bedenklich.
Erstens: Die Neubau-Arbeiten an der Rheinpreußenstraße hätten längst starten können. Seit Monaten wartet der Club mit 430 Mitgliedern und 14 Jugendteams auf grünes Licht. Er hat durch Fachleute aus den eigenen Reihen Baupläne erstellt und Angebote eingeholt. Für das energiesparende Clubhaus mit Solaranlage musste sich der Vorstand lange mit der Stadt zanken, die für die gleichen Kosten das marode und mehr als 50 Jahre alte Vereinsheim nur sanieren wollte. Kurz bevor der Club dann endlich den Vertrag unterschreiben sollte, stoppte der OB alle neuen Projekte.
Zweitens: Das Stadion verfügt bereits über Flutlicht. Nur genügt das nicht den Auflagen der Uefa. Die neue Beleuchtung ist allein für die Spiele der FCR-Fußballerinnen in der Champions-League nötig. Alle anderen Spiele können sowohl der FCR als auch der VfB Homberg unter dem vorhandenen Flutlicht austragen.
Drittens: Das neue Flutlicht im Homberger Stadion ist nach den Auflagen des Konjunkturpakets gar nicht genehmigunsfähig. Weil die Lux-Stärke deutlich höher wäre als zuvor, würde auch mehr Energie verbraucht. Die Stadt selbst hat das Projekt vor Monaten gestrichen. „Die Maßnahme ist nicht förderfähig, da die laufenden Kosten deutlich höher sind als zuvor”, steht in dem Rathaus-Papier. Jetzt will man die Hürde damit umgehen, dass der FCR selbst die höheren Kosten tragen soll.
Viertens: Der Oberbürgermeister hält sich erneut nicht an den Maßnahmenkatalog, den ihm die Politik zur Umsetzung des Konjunkturpakets als Beschluss auferlegt hatte. Es ist reine Willkür, das Flutlicht anstelle des Vereinsheims realisieren zu wollen. Denn die Kosten sind mit 440 000 Euro exakt die gleichen. Das beliebte Argument des OB, alle Projekte nur nach schnellstmöglicher Umsetzung zu beurteilen, zieht hier auch nicht. Der SV Haesen steht schon lange in den Startlöchern, der Bau könnte schnell beginnen.
Erst die Akteneinsicht der Bezirkspolitiker brachte den Fall ans Licht
Ans Licht kam der Fall nur, weil Bezirksbürgermeister Hans Paschmann (SPD) und Matthias Schneider (Grüne) ihr Recht auf Akteneinsicht eingefordert hatten. In der Bezirksvertretung am Donnerstag kochte das Thema hoch.
Wie die Verwaltung mitteilte, werden nur 3,4 statt der zuvor genannten 5,6 Mio Euro aus dem K-Paket in den Bezirk fließen. Während sich die Ottoschule zumindest noch Hoffnungen machen kann, dass der Ganztagstrakt gebaut wird – falls noch Geld im Topf ist, kann man sich von Projekten wie einer barrierefreien Bücherei und der Sanierung der Kita Hochheider Busch wohl endgültig verabschieden.
Das i-Tüpfelchen für den SV Haesen: Für den genehmigten Abrissantrag für die alten Kabinen, den der Club wie verabredet als Bauherr stellen musste, durfte er schon einmal 850 Euro an die Stadtkasse überweisen. Für den Neubau-Antrag, den die Politik jetzt genehmigt hat, werden ebenfalls Gebühren fällig. Auch, wenn vorerst gar nicht gebaut wird.
20:58
gehts ein wenig genauer rg?
wird der sportplatz in hochheide erneuert?
wird die bücherei barrierefrei?
18:19
@ alle
Aus städtischen Kreisen habe ich erfahren, dass an dieser ganzen Geschichte nichts dran sein soll!!!
Kann es sein, dass uns WAZ/NRZ ganz falsche Geschichten auftischen um die Öffentlichkeit zu täuschen und Stimmung zu machen?!
15:56
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13:29
Wie schön wäre es, wenn man Geld für Licht der Erkenntnis im Oberbürgermeisterhirn ausgeben könnte!
Wenn die UEFA es hell haben will, dann sollen Duisburgs Kinder dafür bluten? Sportplätze verkommen, Sporthallen verfallen und Kindergärten frieren?
Herr Sauerland, welche der Zeilen ihrer Mitbürger können sie nicht verstehen?
19:41
Mir wäre eine erreichbare Bücherei in Homberg eine Herzensangelegenheit, denn ich lese gern, bin aber gehbehindert. Aber dafür hat Sauerland kein Geld! Dieser Quatsch den kein Mensch wirklich braucht, der darf Millionen verschlingen.
CDU sollte MDU heißen!
02:03
Ein wirklich guter Beitrag aus dem Homberger Signal möchte ich dazu hier zitieren:
„Wichtiger ist der Tatbestand, dass die gleiche Partei, namentlich der CDU-Oberbürgermeister Sauerland, die Gelder aus dem Konjunkturpaket nach Gutsherrenart so verteilt hat, dass das Geld der Entwicklung unseres Bezirks eher schaden, denn nutzen wird.
Die Bücherei an der Ehrenstraße wird nicht Barriere frei ausgebaut; es gibt keine Sanierung des Sportplatzes an der Rheinpreußenstraße. Damit ist der Bauplatz in den Haesen wieder für etwaige Spekulanten freigegeben, sodass die Entwicklung unseres Stadtteils, weg vom sozialen Brennpunkt hin zu einer attraktiven Randlage am linken Niederrhein, mehr als gefährdet scheint.“
Das trifft den Nagel auf dem Kopf!
16:40
Kann es sein, dass ein einziges gemeinsames Bierchen in der Finkenkrugfraktion mehr bringt, als Jahre der Mitarbeit in einer Bezirksvertretung?
Kann es sein, dass einer mit lächerlichen Stimmen zum Ratsherr wird, obwohl er damit nicht in den Bezirk käme?
Brauchen wir Sitzungen ohne Sinn, wenn diese nur über den Straßenblumenschmuck entscheiden können?
Es sind die Fragen, die immer drängender werden.
In Homberg ist die Bücherei gefährdet, der Sportplatz kann nicht renoviert werden, Turnhallen wie an der Kirchschule sind Wracks, aber was soll nach Sauerland kommen: Die Raver, Kreisverkehre und Flutlicht! Wieviel UEFA taugliche Stadien braucht eine Stadt mit fast 2000000000 Euro Schulden?
Das ist für jedes meiner Kinder ein Schuldenberg von 4000 Euro!
Ich werde mich mit Michael Lange zusammentun und jede demokratische Beteiligung an dieser Rieseninsolvenz ablehnen!
Ich werde nicht zur Landtagswahl gehen
15:15
Die Fragezeichen an den Verteilungskriterien des Bundesgeldes in dieser Stadt unter der Regie Sauerlands werden immer größer.
Warum es in der CDU Bezirksvertretung, die doch wohl einen einstimmigen Beschluss und ein vorbildliches Vorhabenpaket für Homberg mitgeschnürt hat, so verdächtig still zu diesem Thema ist, ist mir unerklärlich.
14:53
Wenn Herr Sauerland bei den Vergabekriterien schummelt, muss er für mich zumindest verklagt werden.
Als alter Christdemokrat sage ich hier:
Wählt in Duisburg bitte zur Landtagswahl nicht CDU. Denn die Duisburger CDU hat für mich keine einzige Stimme verdient.
Bleibt zu Hause, unterstützt diesen Filz nicht, denn wir sind mal angetreten, SPD Filz zu bekämpfen!
Bleibt glaubwürdig!
Mach ich!
14:48
Die Rumelner Frauen spielen hervorragend, schon allein deshalb sollten sie im Wedau-Stadion spielen. Wieso spielten sie bisher im PCC? Versteh`ich nicht.
Und was Herrn Sauerland angeht, frage ich mich auch, ob man ihm nicht zu einer Dienstaufsichtsbeschwerde verhelfen kann? Die Kämmerei sollte in Sippenhaft genommen werden! Ich hoffe, hier liest jemand mit, der sich mit derartigen Disziplinarverfahren auskennt und mal ein paar Takte hier im Forum dazu sagt!