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Falken verwandelten sich in Wasservögel

25.07.2012 | 18:48 Uhr
Falken verwandelten sich in Wasservögel
Hoch hinaus auf dem Trampolin ging es für die Kleinen. Foto: Tanja Pickartz

Duisburg-West.   Das Falken-Spielmobil machte Station in Hochheide. Pool und Gartenschlauch erlaubten Planschereien. Und endlich spielte auch das Wetter mit.

Der Frühstückstisch ist reichlich gedeckt, der Renner unter den rund 20 Kindern und der Handvoll Erwachsenen sind heute Tomatenbrote, doch auch Cornflakes und Nutella dürfen im Hochheider Falkenheim nicht fehlen. Während manch einer noch mit seiner Stulle kämpft – die Augen waren größer als der Magen –, sind andere bereits fertig und vertreiben sich die Zeit mit Fingerhakeln. Alle warten aber gemeinsam auf das Falken-Spielmobil.

„Sie sind da“, sagte Heimleiter Mark Roorda, nachdem er es auf dem Hof der Kirchschule erspäht hatte. Sofort ging das Gewusel los, flugs die letzten Tomatenbrot-Reste in den Mund geschoben und ab nach draußen, wo Falken-Sekretär Frank Witzke mit seinen Helfern am gestrigen Mittwoch schon alles aufgestellt hatte.

Flugs ging es an die Spiele

Ruckzuck waren die Trampoline in Beschlag genommen, es gab Wettrennen auf Pedalos und Mädchen ließen die Hüften in Hula-Hop-Reifen kreisen. „Das ist mein absolutes Lieblingsspiel“, sagte die achtjährige Charline, die gleichzeitig zwei Reifen in der Luft hält. „Das habe ich mir alles selber beigebracht“, ergänzte sie stolz. Andere Spiele würde sie später auch noch ausprobieren. „Langweilig wird’s mir heute nicht.“ Die Jungs vom Falkenheim lassen aber nicht nur Trampolin und Hula-Hop rechts liegen, auch Frisbees, Boccia, Federball und Strandtennis sowie Hüpfstangen. „Wir holen uns einen Fußball und dat war et“, sagte Jason (11). „Ja, Fußball liegt hier voll im Trend“, schob Alexander (13) schnell hinterher, bevor die beiden mit der Pille am Fuß zum Torwandschießen dribbelten.

Dank des schönen Wetters konnten Roorda und Witzke aber mit einem besonders spritzigem Höhepunkt auftrumpfen: mit Wasserspielen. Hoch oben am Basketballkorb wurde die Falkenflagge gehisst und ein Gartenschlauch mit Spritzblume montiert, die das kühle Nass herunterregnete. Auch ein Pool, ein Kinderplanschbecken und eine Wasserrutsche sorgten für Abkühlung. Dies ließen sich die Kinder nicht zweimal sagen, sie waren gut vorbereitet und entblößten ruckzuck Badehosen und Bikinis. Nur das Auftragen der Sonnencreme verzögerte den Badespaß.

Europa kennenlernen

„Alle haben Spaß“, freute sich Jaqueline. Als älteste Teilnehmerin am Ferienprogramm war für die 15-Jährige nicht mehr ganz die Zielgruppe des Spielmobils. „Ich spiele aber gerne mit den Kleinen mit.“ Seit dem siebten Lebensjahr besucht sie die Einrichtung an der Kirchstraße, wächst aber so langsam aus dem Alter eines Falken-Kids heraus. „Ich fühle mich inzwischen fast wie eine Betreuerin und möchte hier auf jeden Fall ehrenamtlich weiter mithelfen.“ Nützlich machen konnte sich Jaqueline gestern nicht nur beim Spielen, sondern auch in der Küche. Im Rahmen des Ferienprogramms lernen die Kinder unter anderem Wissenswertes über die Länder, Kulturen und Menschen Europas. Diese Woche ist Südosteuropa gewidmet und daher wurde Lángos zubereitet, eine ungarische Brotspezialität.

Oliver Kühn


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