Einsatzübung bei 37 Grad Hitze

Die Feuerwehr muss immer zur Stelle sein, egal wie schlecht oder – so wie am Samstag – schön das Wetter auch sein mag. Am bisher heißesten Tag des Jahres rückte der Löschzug Baerl zu einer Einsatzübung am Tanklager der Firma Petrotank an der Rheindeichstraße zwischen Homberg und Baerl aus. Da es bei solchen Übungen immer sehr realitätsnah zugeht, mussten die Blauröcke natürlich auch bei 37 Grad Celsius ihre schwere und warme Einsatzkleindung tragen.

Denn es hieß, dass noch mehrere Menschen in dem mit künstlichem Nebel verrauchten Verwaltungsgebäude am Eingang des Tanklagers vermisst werden. Mit Atemschutzgeräten, Schlauch und Äxten gingen gleich mehrere Trupps in das Gebäude. Schon nach wenigen Minuten hatten sie die ersten Übungsdarsteller gerettet. Auch der Rauch war dank der starken Feuerwehrlüfter schnell verflogen.

Übungsleiter Björn Gehre, Mitarbeiter im Sachgebiet Freiwillige Feuerwehr, und Andreas Hoffmann von der Feuerwehrschule Duisburg waren am Ende zufrieden. „Die Mannschaftsstärke des Löschzugs war enorm und auch die erste Person wurde schnell gerettet. Es ging uns darum, die Alarmierungskette zu überprüfen, aber auch ob die Hilfsfristen eingehalten werden können und wie die Kollegen im Einsatz vorgehen“, sagte Andreas Hoffmann. Die Übung diente aber nicht nur dem Training der Feuerwehr, sondern war auch für die Mitarbeiter des Tanklagers gedacht. „Im Rahmen der Störfallverordnung müssen wir in jedem Jahr so eine Übung machen“, erzählt Markus Neumann, Leiter QHSSE (Quality, Health, Safety, Security, Environment) bei Petrotank. Durch regelmäßiges Üben wisse jeder, was im Ernstfall zu tun sei.

Da muss auch die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr reibungslos funktionieren. Für das Tanklager ist der Löschzug aus dem Duisburger Außenstadtteil als erste Einheit zuständig. Das heißt, der Löschzug 510 wird noch vor der Berufsfeuerwehr in Homberg dorthin alarmiert. „Wir sind heute mit 22 Mitgliedern und vier Fahrzeugen vor Ort“, erzählt der Baerler Löschzugführer Thomas Inhester. Natürlich sei für die Wehrleute die Hitze eine große Belastung, aber das könne man sich im Realeinsatz ja auch nicht aussuchen.