Eine Frau mit vielen Fähigkeiten

Ingeborg Steinmann-Berns bringt es auf den Punkt: „Ich habe mit meinem Arbeitsplatz viel Glück gehabt, denn ich habe einen guten Arbeitsplatz, in dem ich mich gut aufgehoben fühle.“ Im „Weißen Riesen“ in Hochheide hatte sie ihr erstes Büro. Das war vor einem Vierteljahrhundert.

Damals, 1990, sollte Steinmann-Berns im Dienst der Diakonie die Schuldnerberatung aufbauen. Eine Aufgabe, die laut Aussage der kirchlichen Sozialeinrichtung sehr notwendig war. Denn die Zahl der Anfragen stieg seit diesen Jahren stetig an, so dass der Stellenumfang ausgeweitet werden musste. „Gleichwohl nahm sie sich nicht nur für ihre Arbeit Zeit, sondern auch für ihren Sohn und für ein berufsbegleitendes Studium der Pädagogik sowie eine Ausbildung in systemischer Beratung“, schreibt der Kirchenkreis Moers über ihre verdiente Mitarbeiterin. Ihr Wissen aus Theorie und Praxis habe die gebürtige Brüsseler Pfarrerstochter 1997 anschließend gemeinsam mit einer weiteren Autorin als Buch herausgebracht, Titel: „Systemisches Arbeiten in der Schuldnerberatung“.

Und so geht die Geschichte weiter: Längst war die Diakoniedienststelle an die Dr. Kolb-Straße 21 umgezogen, als Ingeborg Steinmann-Berns im mittlerweile angewachsenen Team der Schuldnerberatung etwas einführte, das damals in diesem Gebiet ganz neu war: Supervision. „Mitarbeitende beraten sich untereinander hinsichtlich von Problemen im Arbeitsbereich. Das hilft den Kollegen wie den Ratsuchenden gleichermaßen.“

Nach einer Ausbildung zur systemischen Kinder- und Jugendtherapeutin wechselte sie in den Bereich der flexiblen erzieherischen Hilfen. Sie begleitet und betreut Familien, Alleinerziehende, Kinder und Jugendliche, baute nach und nach ein großes Team von Freiberuflern auf, sorgt für deren regelmäßigen Austausch untereinander und steht ihnen für fachliche Fragen zur Verfügung. Den Diakonieausschuss der Kirchengemeinde Homberg begleitet Steinmann-Berns regelmäßig. Darüber hinaus gestaltet sie die Diakoniesonntage für Homberg und Hochheide mit. Seit 1996 hat sie darüber hinaus einen Lehrauftrag an der Evangelischen Fachhochschule in Bochum. Ehrenamtlich wirkt sie auch beim Antirassismus Informationszentrum NRW mit, um einen Beitrag gegen Ausgrenzung, Rassismus und Intoleranz zu leisten.

Feierstunde an der Dr.-Kolb-Straße

„Für so viel Fachlichkeit, Kompetenz, Erfahrung, Kontinuität und Beständigkeit kann ich nur Respekt zollen und im Namen aller ein großes Dankeschön für Ihr stetiges Engagement sagen. Und auf gute Zusammenarbeit in den nächsten Jahren“, dankte ihr Jürgen Voß, Leiter der Dienststelle Homberg der Grafschafter Diakonie gGmbH – Diakonisches Werk Kirchenkreis Moers bei einer kleinen Feierstunde.