Eine CD nur mit Songs

Kleine Welten im kleinen Reichstag +++ Foto: Denise Ohms
Kleine Welten im kleinen Reichstag +++ Foto: Denise Ohms
Foto: adp.ohms
Was wir bereits wissen
Duo „Kleine Welten“, Thomas Hunsmann und Christian Behrens, bringt CD heraus

Duisburg-Rheinhausen..  Ein fester Bestandteil des niederrheinischen Kleinkunsttheaters „Kleine Welten“ neben den Sketchen und Dias sind die teils beschwingten, meist aber nachdenklichen Lieder aus der Feder von Thomas Hunsmann und Christian Behrens. „Über die Jahre haben sich einige Titel angehäuft, auf vielfachen Wunsch haben wir jetzt eine CD nur mit Songs herausgebracht“, sagt Christian Behrens, der für die Texte der Lieder auf dem Album mit dem Titel „Fang dein Glück“verantwortlich zeichnet.

Die musikalischen Arrangements hat sein Partner Thomas Hunsmann, der auch die Klavierparts übernimmt, geschrieben. Unterstützt werden die beiden von ihren Freunden Volker Kuinke an den Flöten und Karin Jochums, die mit dem Cello richtige Teppiche auf der CD auslegt. So entstehen teils orchestrale Momente in den Stücken. „Die Songs haben wir in entspannter Atmosphäre im Tonstudio eines Freundes in der Lüneburger Heide aufgenommen, der noch einige Ideen für die Keyboardpassagen beigesteuert hat“, sagt Christian Behrens.

Die beiden haben einen großen Teil ihres Songmaterials für die Fans der „Kleinen Welten“ konserviert. Passend zum Titel „Fang dein Glück“ ist eine schöne Aufnahme eines Marienkäfers auf dem Cover zu sehen. „Der Glückskäfer ist ja schon quasi unser Logo“, erklärt Behrens. „Die Songs handeln von der stetigen Suche nach dem Glück - dass man es aber auch manchmal loslassen muss, damit es wiederkommt.“ Es sind die kleinen Themen, wie in den „Kleinen Welten“, die in ihren Songs thematisiert werden, „die aber das Große im Leben ausmachen können.“ So gibt es lyrische Liebeslieder wie „Du“ oder „Alle meine Wünsche“ oder das herzergreifende „Sei mein“ am Ende, aber auch sozialkritische Themen, die die beiden Kleinkünstler aufgreifen, wie im Song „Die letzte Schicht“. „Das Stück handelt vom Wegsterben des Bergbaus in unserer Region, dass aber die Hoffnung nach Glück dadurch nicht wegstirbt in den Menschen“, so Behrens. Urgewaltig wie ein Fluss kommt das Lied „Der Rhein“ daher, zu dem Thomas Hunsmann manche barocke Fuge mit dem Cembalo eingespielt hat.

Christian Behrens steigert sich mit seinem warmen Bariton immer mehr in diesen alles mitreißenden Gesang, auch mal mit einer treibenden Staccato-Phrasierung. „Wir standen noch sehr unter dem Eindruck von den unzähligen Überflutungen durch den Rhein in unserer Region, und wir haben gemerkt, dass wir als Menschen diesen Urgewalten hilflos ausgeliefert sind“, so Behrens über die Entstehungsgeschichte.

Mit ihren immer besinnlich bis nachdenklich stimmenden Liedern wollen sie ihren Beitrag zur „Entschleunigung des Alltags“ leisten. „Unsere Stücke sollen ein Gegenpart zur Reizüberflutung im Leben sein“, so Christian Behrens. Das ist ihnen bei den 18 Liedern, die zuweilen Richtung Chanson gehen, gelungen – eine CD zum Relaxen.