Ein Euro für Syrien

Es ist ein Projekt, das zwei engagierte Neuntklässlerinnen des Rheinhauser Krupp-Gymnasiums quasi alleine gestartet haben. Sie nennen die Aktion „Ein Euro für Syrien“, hier erzählen sie, wie es zu der Idee kam und noch mehr:

Ende Oktober wurde unsere Schule zur Fairtrade-Schule ernannt. Deswegen haben wir uns mit dem Wort „Fairness“ näher auseinandergesetzt. Was bedeutet eigentlich „fair“? Fair bedeutet, dass die Rechte des anderen berücksichtigt werden und niemand benachteiligt wird. Uns ist eine Idee gekommen, wie sich unsere Schule noch mehr für das Wort „fair“ einsetzen kann. Den meisten von uns geht es sehr gut, wir leben im Überfluss, aber viele Kinder leben in großer Armut, in Kriegsgebieten, hungern, müssen schreckliche Dinge erleben und sind traumatisiert.

Durch die Nachrichten haben wir erfahren, dass gerade die Kinder in Syrien große Not erleiden müssen und viele Familien dort alles verloren haben. Wir haben zu diesem Thema weiter recherchiert und sind dabei auf die Kindernothilfe in Duisburg gestoßen, die ein Projekt gestartet hat, das syrischen Flüchtlingskindern im Libanon einen Schulbesuch ermöglicht. Unsere Idee war es nun, dass jeder Schüler und jeder Lehrer an unserer Schule einen Euro für dieses Projekt spendet. Die Kindernothilfe unterstützt Flüchtlinge in der libanesischen Gebirgsregion Chouf und ermöglicht 800 Flüchtlingskindern den Besuch staatlicher Schulen. Weiterhin kümmert sie sich um Mädchen und Jungen, die keine Schule besuchen können – aus Platzmangel oder weil sie zu stark traumatisiert sind. Diese Kinder erhalten eine einfühlsame psychosoziale Betreuung: Therapeuten helfen ihnen, ihr Kriegstrauma zu überwinden.

Präsentation bei Lehrerkonferenz

Nach einer Präsentation auf der Lehrerkonferenz haben wir mit dem Sammeln begonnen. Beim Tag der offenen Tür kamen 446 Euro zusammen. Dieses war der erste Erlös für das Syrien-Projekt. Im Dezember gingen wir von Klasse zu Klasse und zum Lehrerzimmer und sammelten weitere Spenden ein. Es kamen 1.215 Euro zusammen.Doch damit war die Aktion noch nicht beendet. Unterstützung erhielt die Kindernothilfe auch durch die Klasse 8b, die sich im Erdkundeunterricht mit Flüchtlingen auseinander gesetzt hatte. Sie startete in der letzten Schulwoche einen Kuchenverkauf auf dem Schulhof. Dabei hat sie 130 Euro eingenommen. Auch das diesjährige Weihnachtskonzert wurde für die Spendensammlung genutzt, es klingelten 163 Euro in der Kasse.

Somit konnten wir uns am Ende über einen Gesamtbetrag von 1.954 Euro freuen. Wir möchten uns bei allen, die uns unterstützt und dieses unglaubliche Ergebnis möglich gemacht haben, ganz herzlich bedanken.