Eigentümer würde Problemhaus in Duisburg-Bergheim am liebsten verkaufen

Hausbesitzer Branko Baresic würde sein Bergheimer Problemhaus am liebsten verkaufen.
Hausbesitzer Branko Baresic würde sein Bergheimer Problemhaus am liebsten verkaufen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Eine Besserung der Situation im Berheimer Problemhaus ist kurzfristig wahrscheinlich aussichtslos. Trotzdem ist Hausbesitzer Branko Baresic klar gegen eine Entmietung: „Die Leute haben Mietverträge, die kann ich nicht einfach rausschmeißen.“ Einen Verkauf des Hauses schließt er hingegen nicht mehr aus.

Duisburg.. Als abwegig bezeichnet Branko Baresic, Besitzer des Bergheimer „Problemhauses“, das Gerücht, er habe im Viertel weitere Häuser gekauft: „Es ist kein Geheimnis, dass mir da drei Häuser gehören - In den Peschen 3-5, Beguinenstraße 1-3 und Beguinenstraße 14.“

Mehr wolle er dort nicht erwerben. „Im Gegenteil. Ich wäre interessiert, diese Häuser wieder zu verkaufen.“ Vom kürzlich gegenüber der Redaktion geäußerten Plan, sie zu entmieten, nahm er jedoch Abstand: „Die Leute haben Mietverträge, die kann ich nicht einfach rausschmeißen.“ Während die Häuser an der vorderen Beguinenstraße oft wegen Konflikten zwischen den Bewohnern und der Nachbarschaft auffielen, ist Nummer 14 ein unauffälliges Mehrfamilienhaus.

Ordnungsamt schleppt Autos ab

Rund um das „Problemhaus“ ließ das Ordnungsamt am Dienstag mehrere Autos abschleppen, nachdem Anwohner sich über verkehrswidrig auf der Straße abgestellte Wagen, teilweise ohne gültige Nummernschilder, beschwert hatten.

Um im Konflikt zwischen den Bergheimern und den größtenteils aus Osteuropa stammenden Bewohnern des „Problemhauses“ ein Zeichen für Toleranz zu setzen, haben die Jusos am Wochenende in Bergheim ihren Flyer „Zeige Rechtsextremismus und Faschismus die kalte Schulter!“ verteilt. Das war eine Antwort auf die Flyer von rechtsextremen Parteien im vergangenen Jahr. „Die Menschen sind verunsichert. Das ist Nährboden für radikales Gedankengut. Wir wollen zeigen, dass sie mit ihren Sorgen nicht alleine sind“, sagt Duisburgs Juso-Vizecheffin Merve Özdemir.