Eigentlich sollte Hoppeditz ruhen
23.02.2012 | 16:41 Uhr 2012-02-23T16:41:00+0100
Es heißt ja, Tote soll man ruhen lassen. Das gilt in diesem Jahr aber nicht für den Hoppeditz, denn die Frage, wann denn nun der Rheinhauser Karnevalszug gewesen ist, lässt unseren Lesern keine Ruhe.
Das Telefon stand gestern nicht mehr still. Des Rätsels Lösung scheint allerdings sehr einfach zu sein: Es gab mehr als einen Umzug durch die einstige Stadt. Doch wie viele es genau waren, dies ließ sich bislang noch nicht eindeutig klären.
Erinnerungen datieren zumindert einen Zug auf das Ende der 40-er Jahre. Durch eine entsprechenden Aufdruck auf Fotos ist außerdem der Zug im Jahr 1961 belegt, an dem die KG Rot-Weiß Rheinhausen mit Spielmannzug beteiligt war. Auch 1950 gab es wohl einen Zug, das behaupten zumindest handschriftliche Vermerke auf einer Fotorückseite. Allzu viel Straßenkarneval soll es damals allerdings nicht gegeben haben. Die Resonanz in der Bevölkerung, so berichten einige Leser, war sehr gering. 1963 sei man dann beim Nelkensamstagszug in Homberg und Moers mitgefahren und am Tulpensonntag beim Kinderkarnevalszug in Hamborn. Den Weg der Wagen dorthin, mutmaßen einige alteingesessene Jecken am Telefon, habe man vielleicht falsch als Umzug interpretiert.
So oder so, das Interesse der Rheinhauser am Straßenkarneval scheint ungebrochen, wie unsere glühenden Telefondrähte beweisen. Vielleicht heißt es ja dann endlich auch mal wieder in Rheinhausen: „De Zoch kütt!“
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