Duisburger wollen ihre Rheinpreußenhafen-Brücke retten

Die  Hubbrücke über den Rheinpreußenhafen in Homberg ist mit Baujahr 1931 die älteste ihrer Art in Duisburg.
Die Hubbrücke über den Rheinpreußenhafen in Homberg ist mit Baujahr 1931 die älteste ihrer Art in Duisburg.
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Weitere Reaktionen zum geplanten Abriss der Dusiburger Rheinpreußenhafen-Brücke. Freundeskreis Historisches Homberg und die Grünen zeigen sich empört.

Duisburg.. Der geplante Abriss der Hubbrücke über den Homberger Rheinpreußenhafen sorgt für weitere Reaktionen im Bezirk. „Mit großem Befremden hat der Freundeskreis Historisches Homberg von den Plänen von RAG und Ineos erfahren, die unter Denkmalschutz stehende historische Hubbrücke über den Rheinpreußenhafen in Homberg abzureißen“, schreibt Reinhard Stratenwerth, Archivar und Sprecher des Freundeskreises Historisches Homberg.

Diese Brücke sei neben dem Hebeturm ein Wahrzeichen von Homberg. Sie symbolisiere die Zeit, als Homberg über Jahrzehnte durch die Zeche „Rheinpreußen“ mit dem Bergbau eng verbunden war. „Sie ist die Lebensader vom Stadtgebiet in die Rheinwiesen und zum Rheindeich. Generationen von Wanderern und Radfahrern haben den Weg schon gewählt, um dieses Naherholungsgebiet zu nutzen.“

„Entscheidung aus Profitgier“

Der Freundeskreis wehrt sich gegen die Pläne, „die nur aus Profitgier entstanden sein können. Sollte es zu einer Bürgerinitiative kommen, werden wir diese voll und ganz unterstützen. Wir würden alle unsere Verbindungen bundesweit einsetzen, um diesen unsinnigen Plänen entgegen zu treten.“ Der Freundeskreis ruft alle Bürger auf, mitzuhelfen, „unsere „Rheinpreußenhafen-Brücke zu retten.“

Unterstützung erfährt der Freundeskreis Historisches Homberg auch von den Grünen im Ortsverband (OV) West/Ruhrort. „Darf man eine unter Denkmalschutz stehende Brücke einfach abreißen, weil man nicht mehr für die Kosten aufkommen möchte? Ist es in Ordnung, einen rege genutzten Rad- und Wanderweg zu zerstören, weil es mein Eigentum ist? Oder ist es nicht viel mehr so, dass Eigentum auch zur Pflege und Instandhaltung verpflichtet?“, fragt Jasmin Seiwert, Sprecherin im OV. Der Ortsverband sei empört von dieser Entscheidung und schließe sich der Forderung an die Stadt an „die denkmalrechtliche Erlaubnis wegen entgegen stehenden überwiegenden öffentlichen Interesses zu versagen.“