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Dünne Luft für die Hauptschule

04.05.2009 | 18:31 Uhr
Dünne Luft für die Hauptschule

Die Alfred-Hitz-Schule hat 2009 nur noch noch eine Eingangsklasse, die Homberger Hauptschule zählt ab Sommer gar nur noch 19 Schüler in der fünften Klasse. Dagegen liegen die Gesamtschulen weiter im Trend: Dort gibt es mehr Bewerber als Plätze.

Duisburg schrumpft. Und das bekommen auch die Schulen zu spüren. Die Anmeldeverfahren an den weiterführenden Schulen für das im Sommer beginnende Schuljahr sind gelaufen, die prognostizierte Entwicklung setzt sich fort. Der Rückgang der Schülerzahlen macht sich inzwischen auch an den Gymnasien bemerkbar. So nimmt das Franz-Haniel-Gymnasium in Homberg jetzt ein Viertel weniger Schüler auf als noch im Vorjahr. Für Schulleiter Werner Binnenbrücker ist der Rückgang keine große Überraschung. „Mit der Qualität unseres Unterrichts hat das nichts zu tun. Das ist allein dem demografischen Wandel geschuldet.” Durch die Anmeldezahlen an den Grundschulen könne man recht genau vier Jahre im Voraus absehen, wie sich die Zahlen entwickeln. „2010 werden die Schülerzahlen aufgrund eines geburtenstarken Jahrgangs wohl noch einmal steigen, danach geht es wieder stetig bergab”, sagt Binnenbrücker. Die Zeiten, als das FHG wie vor drei Jahren sechs Eingangsklassen gebildet hat, sind jedenfalls vorbei. Ab Sommer wird es drei fünfte Klassen geben.

Zahl der Erstanmeldungen für das Schuljahr 2009/2010 an weiterführenden Schulen im Duisburger Westen. (Grafik: Volker Herold)

Mit einem bemerkenswerten Rückgang muss sich auch die Rheinhauser Alfred-Hitz-Schule auseinandersetzen. Mit 24 hat die Schule fast nur noch halb so viele Aufnahmen wie noch im Vorjahr. „Das letzte Jahr war völlig untypisch, da hatten wir eine Rekordanmeldung”, sagt Schulleiterin Barbara Laakmann. „Wir pendeln immer um die für uns magische 30, oft liegen wir darunter.” Dass es diesmal nur eine Eingangsklasse gibt, nimmt sie gelassen. „In zwei Jahren ist der Jahrgang zweizügig, das war bisher immer so”, ist sie sicher. Denn in zwei Jahren endet die sogenannte Erprobungsstufe, wer es an anderen Schulformen nicht geschafft hat, landet dann verspätet an den Hauptschulen.

Wie für alle Schulformen gilt auch für die Hauptschulen die Regel: Mindestens 18 Schüler muss eine Klasse haben, daher lässt sich erst ab 36 neuangemeldeten Fünfklässlern eine zweite Klasse bilden. Mehr Sinn machen an Hauptschulen allerdings kleine Einheiten, weil Schüler mit größerem Hilfebedarf besser unterstützt werden können. An der Friedrich-Ebert-Straße sitzen daher ab Sommer 32 Schüler zusammen, während die Hauptschule an der Schulallee sich über vier Schüler mehr freuen kann und daher zwei Klassen à 18 bilden darf.

Richtig knapp wird es für die Homberger Hauptschule In den Haesen: Gerade 19 Schüler - einer mehr, als pro Klasse benötigt - sind dort für das kommende Schuljahr gemeldet. Zwar kommen erfahrungsgemäß sowohl Nachzügler in diesem Jahr als auch die „Rückrücker” vom Gymnasium zur siebten Klasse dazu. Dennoch wird die Luft dünn für die kleinste weiterführende West-Schule. Die Prognose, nach der bereits 2011 gar keine Eingangsklasse mehr zustande kommen könnte, wird glaubwürdiger.

Von solchen Sorgen sind die Gesamtschulen weit entfernt. An der Rheinhauser Lise-Meitner-Schule etwa bewarben sich dieses Jahr 236 Schüler um 120 Plätze. „Was natürlich auch nicht leicht fällt, wenn man jeden zweiten Bewerber abweisen muss. Zumal darunter viele sind, die an unserer Schule optimal gefördert werden könnten”, findet Rektor Jörg Petrasch. Eine Ausweitung komme aber nicht in Frage: „Mit der Vierzügigkeit sind wir an unseren räumlichen Grenzen. Auch weil sich unsere Oberstufe stabil in Richtung Dreizügigkeit entwickelt.” Die Aussicht, das Abitur wie gehabt in 13 Schuljahren zu erreichen, sei halt für viele Eltern und Schüler verlockender als das zwölfjährige „Turbo-Abi” am Gymnasium.

Ingo Blazejewski, Matthias Oelkrug

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Kommentare
24.03.2010
23:43
Blockierter Kommentar.
von Tenrix | #2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

05.05.2009
19:40
Dünne Luft für die Hauptschule
von Tenrix | #1

Ob sich hier jemand zu dem Artikel meldet. Seit 15 Jahren in der Mandatszeit von Hildegrad Fischer (CDU Homberg) mit Unterstützung der SPD Homberg wird Bürgermeinung geplättet. Auch die Rolle von Ricinus mit dewr extra-ieh muss hier analysiert werden.

Das Ende der Hauptschule Haesen ist absehbar. Zu lange haben sich engagierte Bürger vor den Regime der Regionalsozialisten SPD Duisburg und seiner Nachfolgeorganisation CDU Homberg gekrümmt.

Nahezu erfrischend erscheint es, dass engagierte Bürger wie der Polizist Afred Rosch und Beate Schwegmann, die Mietmanagerin eines Weiße Riesen jetzt zur Zentrumspartei Duisburg befunden haben.

Sie werden große Unterstützung bei der Kummunalwahl haben.

Die alten Schergen der Migranten-Demokratie werden verlieren und wetzen jetzt schon ihre Messer zum Angriff nach der Wahl. In altbekannter Weise wird dann der engagierte Bürger diszipliniert, wenn er sich zuweit vorwagt, so bisherige Erfahrungen im Reich des Madenwerks von Systemfuzzies.

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