Dressler kippt den Skandal-Kreisel
09.02.2010 | 18:12 Uhr 2010-02-09T18:12:00+0100Homberg. Der umstrittene Kreisverkehr in Homberg wird nicht gebaut. Planungsdezernent: „Ich muss die Politik nicht beglücken”. Ob das vorgesehen Geld im Bezirk bleibt, ist aber fraglich.
Ungeheurlich, unsinnig, ein Husarenstück, ein Skandal – so schoss die Homberger Politik gegen den Kreisverkehr am Knotenpunkt Duisburger und Moerser Straße, an dem die vorbereiteten Arbeiten bereits begonnen haben. Die harsche Kritik bleibt nicht ohne Folgen, wie sich gestern herausstellte. „Ich stelle den Bau des Kreisverkehrs in Homberg ein”, sagte Planungsdezernent Jürgen Dressler gestern der Redaktion. Nach den vehementen Reaktionen habe er das Projekt noch einmal „sachlich und fachlich überprüft” – und schließlich gekippt. „Ich muss die Politik nicht mit einem Kreisverkehr beglücken”, sagte Dressler. Auf Nachfrage erklärte er aber, dass er einen Kreisverkehr an dieser Stelle nach wie vor für sinnvoll halte.
Dass die Homberger die jetzt frei werdenden 735 000 Euro aus dem Konjunkturpaket an anderer Stelle einsetzen können, ist aber fraglich. „Es gibt keine Automatik, dass die Mittel jetzt für ein anderes Projekt im Bezirk eingesetzt werden”, sagte Dressler.
Genügend offene Projekte aus dem Ratsbeschluss zur Umsetzung des Konjunkturpakets in Homberg würde es allerdings noch geben. Zum Beispiel die barrierefreie Bibliothek oder den Anbau für die Ottoschule, bei der OB Sauerland mit seinem Versprechen immer noch im Wort steht. ib
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