Dreck-weg-Tag in Friemersheim

Großreinemachen in Friemersheim.
Großreinemachen in Friemersheim.
Foto: Michael Dahlke
Was wir bereits wissen
Interessengemeinschaft der Kaufleute räumte in Friemersheim so richtig auf

Duisburg-Friemersheim..  Wenn Menschen mit Besen durch Friemersheim ziehen, weiß jeder Bürger, dass im Ort wieder zu einer großen Müllsammelaktion aufgerufen wurde. Während der MSV Duisburg auf der anderen Rheinseite gerade um den Aufstieg kämpft, diesen wenig später perfekt machen sollte, rückt die Interessengemeinschaft Friemersheimer Kaufleute (IGF) um Sylvia Hoffmann dem Unrat im Stadtteil mit Zangen und Besen zu Leibe.

„Wir als Interessengemeinschaft haben vor zwei, drei Monaten mit den Planungen zu einem Stadtputztag begonnen“, sagt die Organisatorin. „Insbesondere die Bereiche um den Markt, den Bahnhof, den Viktoriapark und das Feuerwehrhaus sind besonders verdreckt.“ Anders als bei Freddy Driesen, Eigentümer des Restaurants Stellwerkhof, der bereits Ende März eine ähnliche Aktion rund um sein Lokal ins Leben rief (wir berichteten), rechnet die Gruppe rund um die Kaiserstraße eher nicht mit alten Elektrogeräten oder Autoreifen am Straßenrand. „Dafür liegen hier jede Menge Hausmüll und Dinge wie Pizzaschachteln“, ergänzt Simone Kennel, ebenfalls Mitglied der IFG. Die Aktion im Friemersheimer Ortskern sei losgelöst von Freddy Driesens Kampagne entstanden, stellen die beiden Frauen klar.

Gut 20 Leute hatten sich im Vorfeld bei Hoffmann angemeldet, um den Müll rund um den Treffpunkt der Gruppe, das Einrichtungshaus Haferkamp an der Kaiserstraße, in den auf dem Markt aufgestellten Container zu befördern. Zur Klärung der Kostenfrage hatte sich Hoffmann bereits zuvor mit der Stadt in Verbindung gesetzt. „Da waren sehr freundliche Mitarbeiter zu erreichen, die sofort bereit waren, uns Arbeitsmaterial wie Handschuhe und Zangen zur Verfügung zu stellen“, erzählt die engagierte Bürgerin. Auch die Kosten für den Container würden vollständig von der Stadt übernommen. „Wir steuern quasi nur unsere Arbeitskraft bei“, ergänzt Kennel. „Wir sind für eine saubere, eine schönere Stadt und wollen Friemersheim attraktiver machen“, erklärt auch Nicoletta Lohöfer ihre Motivation, beim Großreinemachen mitzutun. Auch sie ist Teil der Interessengemeinschaft und hat sich diesen Samstagnachmittag freigehalten.

„Nicht die letzte Sammelaktion“

In gut vier Stunden sollten die wesentlichsten Straßen Friemersheims vom Müll befreit sein. „Allerdings wird das hier nicht die letzte Müllsammelaktion im Ort gewesen sein“, verrät Hoffmann. Im Anschluss lädt sie alle Beteiligten als Dankeschön zu einem kleinen Umtrunk ein. „Ein lustiges Beisammensein wird das heute allemal.“ Womöglich hat dazu auch ein Fußballverein von der anderen Rheinseite beigetragen...