Drachenbootregatta am kleinen Toeppersee

Sportliche Paddler auf der Tegge.
Sportliche Paddler auf der Tegge.
Foto: Michael Dahlke
Was wir bereits wissen
Kanuclub Homberg-Gerdt lud wieder ein zur Drachenbootregatta auf der Tegge. Für die Paddler haben Sport und anschließende Party längst Tradition.

Duisburg-Rumeln..  Still und starr ruht der See – doch wenn der Kanuclub Homberg-Gerdt (KCHG) zu seiner alljährlichen Drachenbootregatta einlädt, ist es mit der Ruhe am Toeppersee schnell vorbei. 37 Teams aus ganz NRW und sogar eines aus Belgien kämpften nicht nur mit dem Gegenwind, sondern vor allem um den Sieg. Bereits zum zwölften Mal richtete der KCHG das Amateurrennen zusammen mit dem Betreiber der Wasserski-Anlage, der seine Seeseite zur Verfügung stellt und seine Anlage für diesen Tag sperrt, am kleineren Teil des Toeppersees aus.

Werner Wartmann, seit wenigen Monaten 1. Vorsitzender des KCHG, ist guter Dinge: „Das Wetter ist trocken und die Stimmung so gut wie immer – oder sogar ein bisschen besser.“ Trotz der mit den Jahren entstandenen Routine gebe es auch dieses Jahr noch spontane Probleme. „Drüben beim Start werden die Boote durch den starken Wind immer weggedrückt und müssen erst wieder in Position gebracht werden, dadurch hängen wir etwas hinter dem Zeitplan“, sagt Wartmann und erklärt das System zur Zeitnahme und Zielüberwachung. Über seinem Kopf helfen der Rennleitung zwei Kameras bei besonders knappen Entscheidungen, diese wiederum steht in Kontakt mit dem Starter, der mitten im See bei den Startbojen sitzt und die hektischen Rennen beginnen lässt.

Jedes der mit 20 Paddlern besetzen Teams fährt zunächst zwei Vorläufe gegen andere Boote, um sie höheren oder niedrigeren Rennklassen zuordnen zu können. Danach ermittelt jede der vier Rennklassen ihren Sieger.

„Eine anständige Zeit gefahren“

Gerade wieder Land unter den Füßen hat gerade das Team „Edelstahlblitz“ aus Witten. Jutta Lorenz und Olav Welschoff, genannt „Sir Möppi“, sind zufrieden mit der gefahrenen Zeit. „Das erste Rennen war ein wenig chaotisch, weil der Starter das Signal nicht bekommen hat, jetzt beim Wiederholungsrennen war aber alles in Ordnung und wir sind eine anständige Zeit gefahren.“ Nach einem Trainingslager am Bootshaus in Witten an der Ruhr habe man sich gut gerüstet für das erste Rennen in diesem Jahr gesehen. Der „Edelstahlblitz“ nimmt jedes Jahr an der Drachenbootregatta teil. „Die Stimmung ist immer super und die Teams sind wie eine große Familie, wenn mal irgendwo jemand ausfällt, springt ein anderer ein“, sagt Welschoff.

Das Rennen und die verschiedenen Freizeitangebote der Wasserski-Anlage haben einige hundert Zuschauer angelockt, darunter viele mit kleinen Kindern – es herrscht eine Familienfest-Atmosphäre. Es gibt Gutes vom Grill und Lautes aus aufgestellten Boxen rund um den See. Langweilig wird es hier keinem. Auch Udo und Marylu Markshausen nicht. Das Ehepaar wohnt direkt am See und wurde von der Neugier getrieben. „Hier ist das ganze Jahr über tote Hose, wenn dann schon mal was los ist, wollen wir auch mal gucken gehen“, sagt Udo Markshausen, der sich auch darüber freute, dass neben hiesigen Teams auch solche aus der Umgebung dabei waren.

Regionaler und jugendlicher als im Team des OSC Rheinhausen geht es wahrscheinlich nicht – es besteht ausschließlich aus Teenagern. Trainer Klaus-Dieter Lauer ist mächtig stolz auf seine Truppe: „Wir sind dieses Jahr zum zweiten Mal dabei und konnten uns sogar einen Platz in einer höheren Rennklasse als 2014 erkämpfen.“ Dass das Team in den blauen Trainingsanzügen keine Profipaddler beinhaltet, spiele gar keine Rolle: „Hier geht es nur um den Spaß. Wir haben uns angemeldet, um mal eine gelungene Abwechslung zur Leichtathletik zu haben – und um den Zusammenhalt zu stärken.“