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Die Weiche weicht, der Bau der Rampe könnte beginnen

20.06.2012 | 18:01 Uhr
Die Weiche weicht, der Bau der Rampe könnte beginnen
Barrierefrei wie hier auf der Nordseite soll es bald auch in Richtung Friemersheim-City aus dem Bahnhof gehen. Foto: Volker Herold

Rheinhausen-Friemersheim.   Das letzte Hindernis für barrierefreien Süd-Ausgang am Friemersheimer Bahnhof wird beseitigt.

„Licht am Ende des Tunnels“ sieht der Rheinhauser CDU-Ratsherr Klaus Mönnicks für den zweiten Ausbau des barrierefreien Zugangs zum Bahnhof Rheinhausen in Friemersheim. Bekanntlich ist dieser von der Kaiserstraße und Windmühlenstraße aus nur über eine Treppe erreichbar. Äußerst beschwerlich für Mütter mit Kinderwagen, für Rollstuhlfahrer oder für Menschen, die mit dem Rad unterwegs sind.

Der barrierefreie Ausbau des Tunnels in Richtung Behringstraße wurde bereits vor Jahren fertiggestellt, kurz bevor dort die L 473n gebaut wurde. Hätte man damit länger gewartet, hätte man unter der fertigen Tangente hindurch buddeln müssen, was die Angelegenheit um ein Vielfaches teurer gemacht hätte. Das leuchtete auch den Sparkommissaren im Regierungspräsidium ein, die der unter Haushaltsaufsicht stehenden Stadt die Ausgabe vorab genehmigten.

Zur Behringstraße ist die Rampe schon fertig

In Richtung Friemersheim-City ist die Lage ein Wenig diffiziler. Das Bahnhofsgebäude mit dem alten Ausgang (über Treppen) ist geschlossen und soll irgendwann verkauft werden. Stattdessen gibt es, in westlicher Richtung am Bahnhofsgebäude vorbei, schon mal einen Ausgang zur Windmühlenstraße - über Treppen. Die barrierefreie Rampe in Richtung Krupp-/Kaiserstraße ist seit Jahren angekündigt, entsprechende Fördergelder vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr sind mittlerweile genehmigt, und die Bautrupps hätten loslegen können - wenn nicht dort, wo diese Rampe verlaufen soll, die mittlerweile berüchtigte „Weiche 17“ im Weg gelegen hätte.

Um so erfreuter war Mönnicks, der nach eigener Aussage seit fünf Jahren um den Ausbau kämpft, dass in der Nacht von Sonntag auf Montag offenbar „die Heinzelmännchen tätig waren.“ Der Christdemokrat entdeckte am späten Sonntagabend, dass im Auftrag der DB Netz eine Fachfirma die für den zweiten Bauabschnitt hinderliche Weiche entfernte.

„Voraussetzungen für Spatenstich geschaffen“

„Damit sind die Voraussetzungen für den Spatenstich für die Wirtschaftsbetriebe geschaffen, die seit langem darauf gewartet haben“, freut sich Mönnicks und ergänzt: „Auf der Basis dieser Planungssicherheit werden die Wirtschaftsbetriebe nun für die einzelnen Gewerke das Ausschreibungsverfahren einleiten. Danach wird das beauftragte Unternehmen sofort mit der Baumaßnahme.“ Mönnicks ist „sehr optimistisch“, dass der Zugang „Ende dieses beziehungsweise Anfang nächsten Jahres“ fertiggestellt sein wird.

NRZ

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