Die Frau an seiner Seite
04.06.2012 | 18:10 Uhr 2012-06-04T18:10:00+0200
Duisburg-West. Religionswissenschaftlerin Lamya Kaddor unterstützt OB-Kandidat Michael Rubinstein.
Sie stehen für Gemeinsamkeiten von Judentum und Islam. Michael Rubinstein, Oberbürgermeister-Kandidat und Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde in Duisburg, und die Muslima und Religionswissenschaftlerin Lamya Kaddor. Kaddor wohnt seit vielen Jahren in Rheinhausen, hat Bücher geschrieben und war schon Gast beim Islamgipfel des Innenministeriums sowie in zahlreichen Fernsehsendungen. Auf einem großflächigen Wahlplakat wirbt sie zusammen mit Rubinstein für dessen OB-Kandidatur mit dem Slogan: „Mit Hand und Herz“.
Gemeinsames Buch ist in Vorbereitung
„Wir haben uns vor einigen Jahren auf einem Seminar in der Schweiz kennengelernt“, erzählt Rubinstein über den Beginn ihrer Freundschaft, „und sofort gespürt: Zwischen uns stimmt die Chemie!“ Thema des Seminars war die interreligiöse Zusammenarbeit. Genau in diesem Feld bereiten Rubinstein und Kaddor auch ein gemeinsames Buch vor. „In dem Werk geht es um die Vorurteile von Muslimen und Juden gegenüber der jeweils anderen Religion.“
Dabei, so haben laut Rubinstein beide erkannt, gebe es zwischen den beiden Glaubensbekenntnisse mehr Gemeinsamkeiten als zwischen Christentum und Judentum. „Die Speisevorschriften bei uns sind ähnlich wie im Islam“, erklärt Rubinstein, und: „in beiden Religionen gilt der Mondkalender.“
Die Vorurteile bei Muslimen über Juden wie „jeder Jude sei ein Israeli oder jeder Jude sei reich“ hielten den Verhältnissen in der Wirklichkeit nicht stand.
Die Idee zu diesem gemeinsamen Foto kam von Rubinstein, als er seine Wahlkampfstrategie entwickelte. „Weil Integration ein wichtiger Bestandteil darin ist, lag es nahe, Lamya mit einzubeziehen.“ Als Deutsche mit syrischen Wurzeln sei sie ein gutes Beispiel für eine geglückte Einbindung und Eingliederung.
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Ist ja ganz sympathisch. Aber ich glaube kaum, dass Michael Rubinstein viele Chancen hat. Dass er ein Außenseiter ist, hat ihn vorige Tage auch der Moderator des VHS-Kandidatenmarkts spüren lassen: Ständig ist er ihm über den Mund gefahren. Das war sehr unprofessionell vom Moderator. Sören Link dagegen hat eine bessere Behandlung bekommen und wurde nicht ständig unterbrochen. Ein Schelm, wer böses dabei denkt!
Nur weil Markus Augustiniak ihm die ganze Zeit ins Wort gefallen ist bedeutet es nicht, dass er keine Chancen hat. Im Gegenteil. Ich glaube, dass nur durch ihn Duisburg eine Chance erhält. Nun liegt es an uns - wir müssen am 17.06. das beenden, was wir mit der Abwahlbegegung begonnen haben!